Virtuelles Frühstück

SARSTEDT. Not macht erfinderisch: Die Bürgerfahrt 2020, der traditionelle gegenseitige Besuch der Komitees für die Städtepartnerschaft Sarstedts mit den französischen Städten Gaillon und Aubevoye, ist in diesem Jahr Corona zum Opfer gefallen. Die Franzosen konnten nicht, wie geplant, am Himmelfahrt-Wochenende nach Sarstedt kommen. Stattdessen „trafen sich im Computer“ Mitglieder des Sarstedter und französischen Komitees zu einem „virtuellen Frühstück“.  

Nachdem Beatrice Cuisset, die Vorsitzende des französischen Komitees, um 9 Uhr alle Teilnehmer begrüßt hatte, hielt sie eine kleine Ansprache, in der sie auf die Deutsch-Französische Freundschaft und Zusammenarbeit in der Corona – Krise einging. Sie bedankte sich für die Hilfe und Unterstützung von deutscher Seite bei der Versorgung von Franzosen in deutschen Krankenhäusern.  Sie wies auf die feste Freundschaft und den Zusammenhalt des Komitees während der Krise hin und freute sich, mit den Sarstedtern diese Video Konferenz durchführen zu können – dank der neuen Technologien, dank des  Internets seien die beiden Komitees nunmehr virtuell vereint. Sie übergab dann das Wort an die Familien und jede Familie hatte eine kleine Ansprache vorbereitet. Die Deko und Verkleidungen waren toll anzusehen. Danach haben die deutschen Paare nacheinander das Wort ergriffen, Christel Brede grüßte auch von Bürgermeisterin Heike Brennecke, die heute arbeitet und mit der Polizei die Corona – Auflagen kontrolliert. Es waren teilweise sehr emotionale Reden und alle haben sich sehr gefreut. „Diese kleine Aktion war ein Mini-Trostpflaster“ , so Gabi Neumann, Vorsitzende des Sarstedter Komitees. „Ich glaube für viele war es nach dem Abschalten besonders schwer, mit der Situation klar zu kommen. So erging es mir zumindest. War es doch das erste Mal seit Bestehen der Partnerschaft, dass die Bürgerreise nicht stattfinden konnte“.…

Gabi Neumann konnte noch mitteilen, dass Heike Brennecke zugesagt hat,  morgen ein Paket aus dem Sarstedter Rathaus mit 50 Masken an  das französische Partnerschafts-Komitee zu schicken, als kleinen Gruß aus der Partnerstadt Sarstedt. 

Gabi Neumann: „Alles in allem war es eine sehr gute Idee von der französischen Seite und hat alle sehr berührt und erfreut. Aber wir haben immer wieder gesagt, dass wir uns auf dem hoffentlich stattfindenden Weihnachtsmarkt  im November wiedersehen. Mit guten Wünschen und lieben Zurufen wurde es am Ende recht turbulent, aber: Wir kommen gemeinsam trotz räumlicher Trennung durch die Krise!“

Jürgen Matz

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