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Keimfrei und aufgefrischt: Heißmangel mit Plasmaeinheit für Wäsche

HILDESHEIM. Wie kann Wäsche Keim arm gemacht und wie können auch noch Gerüche beseitigt werden – und das auch noch energiesparend: Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur fördern mit etwa 100.000 Euro die Entwicklung eines ungewöhnlichen Prototyps, der auf einer neuen Patentanmeldung basiert – die Heißmangel mit Plasmaeinheit für Wäsche.

Plasma Clean glättet, desinfiziert und entfernt Gerüche

Ein interdisziplinäres Forscherteam der HAWK hat dieses neue Forschungsprojekt jetzt gestartet. Für dieses Ziel arbeiten Ingenieurinnen und Ingenieur sowie Naturwissenschaftler/innen der Göttinger HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit eng mit den Designer/inn/en der Fakultät Gestaltung am Standort Hildesheim zusammen. Prof. Dr. Wolfgang Viöl, Vizepräsident für Forschung und Transfer der HAWK: „An der HAWK haben wir alle Kompetenzen zur Verfügung, um ein solches Projekt umzusetzen: den Erfindergeist, die Ingenieurkunst, Gesundheitskompetenz und die Gestaltung.“

Um das Ziel, Wäsche Keim arm zu machen und Gerüche zu beseitigen, zu erreichen, wenden sie den vierten Zustand der Materie, das Plasma, an. Diese elektrische Entladung – sichtbar als leuchtendes Gas – bewirkt, dass der Sauerstoff in der Luft und die vorhandene Luftfeuchte aktiviert werden. Diese aktiven Moleküle, sogenannte Radikale, können besonders gut mit der Hülle von Keimen reagieren und diese zerstören.

Das Plasma soll auch bewirken, dass die Temperatur im Prototyp verringert werden kann, und damit empfindliche Textilien wie Sportbekleidung, aber auch Thrombosestrümpfe behandelt werden können. Projektleiterin Prof. Dr. Sabine Foraita, Professorin für Designwissenschaft, erklärt: „Auf der Basis des Erforschens neuer Verfahren konzipieren und gestalten wir neue Geräte, die man direkt im Alltag einsetzen kann. Dabei stehen die Nutzenden im Mittelpunkt. Sei es, dass sie damit ganz einfach Funktionsbekleidungen ganzer Sportmannschaften auffrischen und keimfrei machen können oder auch FFP2 Atemschutzmasken damit mühelos desinfiziert werden können.“

Im Projekt wird dazu eine Heißmangel um eine Plasmaeinheit ergänzt. Am Ende des Projekts steht ein funktionstüchtiger, wirksamer und praktisch einsetzbarer Demonstrator.

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