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Hochwasserschutz Bleicherstraße: Fertigstellung bis Mai 2022

HILDESHEIM. Die Stadt Hildesheim treibt mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen den Hochwasserschutz weiter voran: Im April wurde mit dem Bau der Hochwasserschutzanlage an der Bleicherstraße begonnen. Die Maßnahme, die ursprünglich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden sollte, dient nicht nur dem Schutz der Bleicherstraße, sondern auch der angrenzenden Straßen sowie dem Schutz der Polizeiinspektion Hildesheim. Das Land Niedersachsen übernimmt 70 Prozent der angenommenen Kosten in Höhe von 970.000 Euro.

Die Böschung zwischen Bleicherstraße und Innerste ist mit Bauschutt zersetzt, der Bau der Spundwand hat gerade nach umfangreicher Kampfmittelsondierung begonnen.

Allerdings kann die Baumaßnahme voraussichtlich erst im Mai 2022 fertiggestellt werden. Hauptursache für die Verzögerung war die Kampfmittelsondierung, die einen Baustopp von etwa vier Monaten erforderlich machte, da es mehrere Verdachtspunkte im Bereich der Böschung gab, die – wie sich erst während der Sondierung herausstellte – großflächig mit Bauschutt durchsetzt ist, der aus einer im 2. Weltkrieg zerstörten Wohnbebauung stammt. Glücklicherweise bestätigte sich aber keiner der Verdachtsmomente auf Kampfmittel, es handelte sich lediglich um metallische Überreste der einstigen Bebauung. Die umfangreichere Kampfmittelsondierung verursacht Mehrkosten in Höhe von 30.000 Euro. Inzwischen konnte der Bau der Hochwasserschutzanlage aber fortgesetzt und mit dem Einsetzen der Spundwand begonnen werden.

An der Bleicherstraße und im umliegenden Quartier war es beim letzten schweren Hochwasser 2017 zu Überschwemmungen gekommen, sogar die dahinterliegende Schützenallee drohte, geflutet zu werden. Dies soll durch die Errichtung der rund 210 m langen Hochwasserschutzanlage zukünftig verhindert werden.  Um die dafür erforderliche Böschungs­höhe zu erreichen, wird die Anlage aus zwei hintereinander angeordneten Konstruktionen bestehen. Am Böschungsfuß ist eine Stützwand aus freistehenden Spundbohlen mit einer sichtbaren Höhe von rund einem Meter geplant. Die Hochwasserschutzwand an der Bösch­ungs­oberkante wird aus übererdeten Spundbohlen bestehen, welche in einem Betonschlitz eingebunden sein werden. Die Spundwand­oberkante soll im Endzustand 20 Zentimeter oberhalb des hundert­jährlichen Bemessungs­wasser­spiegels liegen. Somit wird das erforderliche Schutzziel erreicht und ein ausreichender Freibord gewährleistet. Zwischen den Wand­konstruktionen wird die Böschung mit einer Neigung von rund 27 Grad neu profiliert. Im Baufeld befindet sich eine Kreuzung der Hochwasser­schutz­maßnahme mit einer Abfahrt zum Innerste-Radweg. Zur Aufrechterhaltung dieser Wegebeziehung ist die Errichtung eines teilstationären Hochwasser­schutzsystems mit Dammbalken vorgesehen.

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