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Moderater Anstieg der Arbeitslosenzahlen

Landkreis HILDESHEIM. Die Arbeitslosenzahlen im Hildesheimer Arbeitsagenturbezirk sind im Dezember nur leicht angestiegen. „Die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes schwächt sich üblicherweise in den Wintermonaten ein wenig ab. Trotz milder Temperaturen wurden vor allem in den Außenberufen einige befristete Entlassungen vorgenommen, ein jahreszeitlich bedingter Vorgang“, erläutert Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim die Entwicklung auf dem lokalen Arbeitsmarkt. „Wir gehen aber auch davon aus, dass sich die verstärkenden Einschränkungen aufgrund der Pandemie spätestens in den Arbeitsmarktdaten für Januar 2022 bemerkbar machen werden“, prognostiziert Beger.

Insgesamt waren im Dezember 12.345 Personen im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das sind +171 (+1,4%) mehr als im November 2021, allerdings -930 Menschen (-7,0%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steig gegenüber dem Vormonat um +0,1% auf 5,6% (Dezember 2020: 6,0%).

Stellenmarkt

Die Unternehmen meldeten 709 neue Stellen und somit 111 (+18,6%) mehr als im Dezember des vergangenen Jahres.

Im Bestand des gemeinsamen Arbeitsgeberservice (gAG-S) von Arbeitsagentur und Jobcenter waren im Dezember 3.179 Arbeitsstellen registriert, 1.080 (+51,5%) mehr als im Vorjahr. Dazu gehören vor allen Dingen die Branchen Gastgewerbe (144 Stellen, +380%), Information und Kommunikation (167 Stellen, +307%), Verkehr und Lagerei (124 Stellen, +110%), Einzelhandel (228 Stellen, +88%), und Verarbeitendes Gewerbe (348 Stellen, +82%). Die scheinbar hohe Anzahl gemeldeter Stellen im Gastgewerbe ist allerdings saisonal bedingt. Vor der Verschärfung der Maßnahmen gegen Corona gab es beispielsweise viele Reservierungen für Feiern rund um die Weihnachtszeit.

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III / Arbeitslosengeld I) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum November um +126 (+3,4%) auf 3.817 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist jedoch weiterhin ein Rückgang von -1.434 Personen zu verzeichnen (-27,3%).

Auch im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter stieg die Anzahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat leicht um +45 (+0,5%) auf 8.528 Personen. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres sind es damit 504 Arbeitslose mehr (+6,3%).

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen dazu, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind[1]. Im Dezember waren nach vorläufigen Angaben 15.581 Menschen unterbeschäftigt, 82 Personen mehr als im November, allerdings 1.583 weniger als vor einem Jahr (-9,2%).

Kurzarbeit Nach aktuellen, derzeitigen Hochrechnungen ergeben sich folgende Auswertungen zur tatsächlich durchgeführten Kurzarbeit:

„Damit ist die Anzahl der Betriebe in Kurzarbeit seit April zwar kontinuierlich gesunken, allerdings bleibt abzuwarten, in welcher Form sich die neuen Pandemie-Maßnahmen auf die Kurzarbeit auswirken werden“, erläutert Beger die Entwicklung der Zahlen.

[1]Dazu gehören Personen in Arbeitsmarktmaßnahmen, beruflicher Weiterbildung, Arbeitsgelegenheiten, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Gründungszuschuss etc. Aufgrund der Vorläufigkeit der Daten zur Maßnahmeteilnahme können sich hier in den kommenden Monaten noch Änderungen ergeben. Nicht enthalten sind Beschäftigte in Kurzarbeit, weil diese Daten erst mit mehrmonatiger zeitlicher Verzögerung erhoben werden können.

„Nach ersten Rückmeldungen aus unseren Kurzarbeitergeld-Team und dem Arbeitgeberservice wissen wir bereits, dass die Anzahl der erneuten Anzeigen auf KuG in vielen Branchen deutlich gestiegen sind“, so Beger ergänzend. Eine Anzeige bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass später durch die Unternehmen auch ein tatsächlicher Antrag auf KuG gestellt wird.

Ausbildungsmarkt

Die Nachvermittlungsaktionen zum Ausbildungsjahr 2021 sind beendet und der Blick richtet sich nun verstärkt auf das Ausbildungsjahr 2022.

„Unsere Berufsberater/innen können derzeit unter den gegebenen Schutzmaßnahmen weiterhin die Schulen aufsuchen und dort den Schülerinnen und Schülern beratend zur Seite zu stehen“ sagt Beger. „Trotzdem setzen wir ergänzend dazu natürlich unsere Videoberatung, das Live-Format „What’s Next?“ und die neuen Online-Dienste ein, um unser Berufsberatungsangebot auf breiter Front anbieten zu können.“ Zusätzlich können die Jugendlichen aber auch jederzeit selbst den telefonischen Kontakt zur Berufsberatung herstellen.

„Nehmen Sie unsere Angebote wahr, nutzen Sie Ihre Chance für einen guten Start in Ihr Berufsleben. Wir sind auch in Zeiten von Corona für Sie da!“, so Begers abschließender Aufruf an die Jugendlichen.

Entwicklungen im Agenturbezirk

Entwicklung in den Landkreisen

Agentur für Arbeit Hildesheim gesamt:  12.345 / 5,6%

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Grafiken und Tabellen: Agentur für Arbeit




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