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Finanzielle Entlastung von Pflegeheimbewohner*innen

Jan 14, 2022 ,

HILDESHEIM. Wer in einem Pflegeheim lebt, muss häufig hohe Kosten selbst tragen. Dazu gehört auch ein Eigenanteil an den Pflegekosten. Diesen bezuschusst die Pflegekasse seit dem 1. Januar 2022, um Pflegebedürftige finanziell zu entlasten – wenn sie in einer vollstationären Pflegeeinrichtung leben und mindestens Pflegegrad zwei haben. Der Leistungszuschlag richtet sich nach der Aufenthaltsdauer im Pflegeheim und wird stufenweise erhöht: Es werden bis zu 70 Prozent des Eigenanteils übernommen. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Hildesheim erklärt Betroffenen alles Wichtige zu der neuen Regelung.

Um Pflegebedürftige vor einer Überforderung durch steigende Ausgaben zu schützen, trägt die Pflegekasse seit dem 1. Januar 2022 einen Teil des Eigenanteils der Pflegekosten. Voraussetzung ist, dass Betroffene in einer vollstationären Pflegeeinrichtung leben und mindestens Pflegegrad zwei vorliegt. „Wer zu Hause von einem ambulanten Pflegedienst betreut wird, hat keinen Anspruch auf den Leistungszuschlag. Das gilt auch für Pflegegrad 1“, erläutert Sabine Eck aus dem Beratungszentrum in Hildesheim dazu.

Die Höhe der Zuschüsse richtet sich danach, wie lange die Bewohner*innen bereits in einer Einrichtung gepflegt werden. Der Betrag wird stufenweise angepasst. In den ersten zwölf Monaten übernimmt die Pflegekasse fünf Prozent des Eigenanteils an den Pflegekosten. Der Maximalzuschuss beträgt 70 Prozent und wird ab einer Aufenthaltsdauer von 36 Monaten gezahlt. „Allerdings müssen Betroffene die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Investitionen weiterhin selbst tragen“, weiß Eck.

Eine Beantragung ist nicht nötig, da als Berechtigungsnachweis eine Auskunft zur Wohndauer ausreicht, die die Pflegekasse ausstellt. „Grundsätzlich schickt die Pflegekasse diese Information direkt an die Pflegeheime, wir raten aber trotzdem, den Nachweis selbst weiterzugeben, damit nichts schiefgeht“, so Eck.

Bei Fragen stehen die Berater*innen des SoVD in Hildesheim unter info.hildesheim@sovd-nds.de sowie der Telefonnummer 05121-74790 zur Verfügung. Der Verband berät auch zu weiteren Pflegethemen.

PR




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