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Polizeidirektion Göttingen verstärkt Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr

Mit dem Ziel, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und schwerwiegende Unfälle zu verhindern, hat die Polizeidirektion Göttingen am Donnerstag, 9. November, eine umfangreiche Überprüfung des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs vorgenommen. Kontrolliert wurden 119 Fahrzeuge von den Fachleuten der Regionalen Kontrollgruppe der PD Göttingen, einer auf Schwerlastkontrollen spezialisierten Einheit.

Die Kontrolle wurde auf dem Rastplatz Leineholz an der Autobahn 7 in Fahrtrichtung Nord in der Zeit von 10 bis 15 Uhr durchgeführt. Die Beamtinnen und Beamten unterzogen hauptsächlich Lastkraftwagen und Busse einer gründlichen Untersuchung. Insgesamt waren über 70 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der Polizeidirektion Göttingen im Einsatz. Sie arbeiteten eng mit dem Zoll, dem Landkreis Göttingen, den Gewerbeaufsichtsämtern aus Göttingen und Hildesheim sowie einem Mitarbeiter des Bundesamtes für Logistik und Mobilität zusammen. An den kontrollierten 119 Fahrzeugen wurden mehr als 160 Verstöße festgestellt.

Mangelhafte Sicherung von Gefahrgut und 3500 unversteuerte Zigaretten

An einem Sattelzug waren die Radbolzen an beiden Vorderreifen aufgrund eines Defekts locker. Zusätzlich wurde auf dem Auflieger Gefahrgut transportiert, das unzureichend gesichert war. Die Fortsetzung der Fahrt wurde untersagt und es wird ein Bußgeld im vierstelligen Bereich fällig.

Während einer anderen Überprüfung eines Busses wurde vom Zoll ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Tabaksteuergesetz eingeleitet, da etwa 3500 nicht versteuerte Zigaretten entdeckt wurden.

Tanja Wulff-Bruhn, Präsidentin der Polizeidirektion Göttingen, erklärt, warum präventive Kontrollen im gewerblichen Güter- und Personenverkehr sowie generell in der Verkehrssicherheitsarbeit so wichtig sind: „Durch die Aufklärung über Risiken, die mit den Hauptunfallursachen wie Ablenkung, Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Alkohol- und Drogenkonsum einhergehen, und durch konsequente Ahndung von Verkehrsverstößen können schwere und tödliche Unfälle reduziert werden.“

„Im Bereich des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs kommen zu diesen Hauptunfallursachen noch weitere Faktoren hinzu, die die Sicherheit beeinträchtigen können, etwa überschrittene Lenk- und Ruhezeiten, Überladung oder schwere technische Mängel an den tonnenschweren Fahrzeugen.“ Und weiter: „Den Fahrerinnen und Fahrern muss klar sein, dass ihr Handeln nicht nur Konsequenzen für sie selbst haben, sondern im schlimmsten Fall auch andere das Leben kosten kann. Und dieses Verständnis erzielen wir nur im direkten Gespräch.“

Die Präsidentin stellte zudem in Aussicht, dass es auch künftig derartige Großkontrollen geben wird – das sei allein schon aufgrund der Entwicklung der Unfallzahlen zwingend erforderlich. Außerdem wolle man natürlich weiter an der „Vision Zero“ arbeiten – also dem Ziel, die Zahl der Unfalltoten auf Europas Straßen auf Null zu senken.

Tanja Wulff-Bruhn dankt den beteiligten Behörden für ihre erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit während der Kontrollaktion. „Wenn verschiedene Institutionen mit ihrem Fachwissen zusammenarbeiten, erzielen wir Synergien und am Ende mehr Sicherheit für alle am Straßenverkehr Beteiligten“ so die Präsidentin.

Großkontrolle fand im Rahmen des Netzwerkes ROADPOL statt

ROADPOL ist ein europaweites Polizeinetzwerk mit dem Ziel, die Straßen Europas sicherer zu machen und die Zahl der Schwerverletzten und Getöteten im Straßenverkehr nachhaltig zu reduzieren. Das Netzwerk fördert die Zusammenarbeit zwischen Straßenverkehrsbehörden und Polizeien in verschiedenen europäischen Staaten und ermöglicht den Austausch von Erfahrungen. Gemeinsame europaweite Einsätze und Kampagnen gehören ebenfalls zu den Aktivitäten von ROADPOL.

ots

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