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ACE: „Hat Deutschland Ladepower?“  Ehrenamtliche testen Schnellladepunkte im gesamten Bundesland

„Die Reichweite passt nicht, das Laden dauert zu lange und wo soll ich auf einer längeren Fahrt eine Ladesäule finden?“ Diese Bedenken höre ich immer wieder in Gesprächen zum Thema Mobilität. Aber stimmen sie eigentlich oder handelt es sich um Vorurteile?“ so Kirsten Lühmann die ehemalige Bundestagsabgeordnete sowie Vizepräsidentin der Deutschen Verkehrswacht und regionale Schirmherrin der diesjährigen ACE-Clubinitiative im Bundesland Niedersachsen.

Unter dem Motto „Hat Deutschland Ladepower?“ überprüfen in diesem Jahr rund 700 Ehrenamtliche des ACE, Europas Mobilitätsbegleiter, in den folgenden Monaten, 190 Schnell-Ladestationen entlang der Autobahnen und Bundesstraßen in ganz Deutschland. Davon werden 20 Checks auf das Bundesland Niedersachsen entfallen. Getestet werden Stationen, die über mindestens zwei Ladesäulen mit mindestens je zwei Ladepunkten verfügen. „Diese systematische Bewertung der Bewertung von (Schnell-)Landemöglichkeiten an Autobahnen und Bundesstraßen wird zeigen, ob und wie ein schnelles Laden des Elektroautos unterwegs möglich ist und welcher Service in der Ladezeit angeboten wird“, so Lühmann weiter.

Schnell-Ladestationen an neuralgischen Punkten sind vor allem für Vielfahrende oder Reisende wichtig, die mit ihrem E-Auto längere Strecken zurücklegen. Da ein Lade-Stopp in der Regel 20 Minuten in Anspruch nimmt, sollte aus Sicht des ACE auch die Ausstattung, Barrierefreiheit und Familienfreundlichkeit stimmen. Breits zum 19. Mal wird der ACE im Rahmen einer jährlichen Clubinitiative im Bereich der Mobilität Missstände aufdecken, sich für Verbesserungen vor Ort einsetzen und Lob für die gut ausgestatteten Anlagen aussprechen.

Lade-Stationen in Niedersachsen mit Testurteil „Exzellent” ausgezeichnet

Die Ehrenamtlich der ACE-Regionen Südheide, Hannover und Niedersachsen-Mitte nahmen bereits erste Schnell-Ladestation genau unter die Lupe: Beispielhaft den Aral pulse Schnell-Ladepark auf dem Autohof Schwarmstedt an der A7 Richtung Hamburg (Ausfahrt 50). Hier wurden insgesamt 24 Kriterien überprüft. Das Fazit der Tester des ACE fällt dabei positiv aus. Insgesamt wurde der Schnell-Ladepark mit 15,5 von 19 möglichen Punkten mit dem Prädikat “Exzellent” ausgezeichnet.

Die Schnell-Ladestation konnte dabei in allen getesteten Kategorien überzeugen. Neben umfassenden Bezahloptionen, war auch die Bedienung des Displays ohne Probleme möglich. Zudem wurde positiv bewertet, dass trotz der Erhöhung der Ladesäule eine Bedienung aus dem Rollstuhl heraus möglich ist. Auch die Verkehrssicherheit und die Service- und Familienfreundlichkeit der Anlage konnten überzeugen. Zusatzpunkte wurden für vorhandene Servicestationen zur Scheibenreinigung und Auffüllung des Wischwassers vergeben.

Als verbesserungswürdig stuften die Tester und Testerinnen die fehlenden abgesenkten Bordsteine im Bereich des Übergangs zum Rasthaus und die fehlenden Sitzgelegenheiten im direkten Einzugsbereich der Schnell-Ladestation ein. Ferner wurde kritisch angemerkt, dass nur an 50% der vorhandenen Ladesäulen eine Kabelführung angebracht ist. Zudem wurde die Lage des Spielplatzes, welcher gerade für Familien bei der Urlaubsreise wichtig sei, auf dem gegenüberliegenden Grundstück, angemerkt. Hier wäre eine Verkehrsinsel zur sicheren Querung der Straße sinnvoll.

Felix Tiemann, Regionalbeauftragter für die Region über den Auftakt: „Die Prüfung von bundesweiten Schnellade-Stationen ist eine wichtige Arbeit, um insbesondere weitvorherrschende Vorurteile abzubauen. Die bisher getesteten Anlagen zeigen dabei sehr gut in welche Richtung es gehen muss, um Akzeptanz für das Thema Elektromobilität zu fördern. Insbesondere für ein Flächenland wie Niedersachsen ist es umso wichtiger eine funktionierende und gut ausgestattete Schnell-Ladeinfrastruktur aufzuweisen. Mit unseren Testungen im gesamten Bundesland wollen positives hervorheben, aber auch bewusst Nachbesserungen ansprechen, um den Ausbau voranzutreiben.“

Kirsten Lühmann (regionale Schirmherrin) und Jürgen Benk (stellvertretender Vorsitzender des ACE-Kreis Hannover) zur ACE-Initiative „Hat Deutschland Ladepower?“: „Die weitverbreitete Reichweitenangst gehört der Vergangenheit an, denn das Ladenetz wird stetig weiter flächendeckend ausgebaut. Als aktive E-Auto-Fahrenden müssen wir betonen, dass es mit dem reinen Aufstellen der Schnell-Ladesäulen nicht ausreicht. Im Schnitt laden wir etwa 20 Minuten, da spielt das Drumherum eine große Rolle. In der Pausenzeit sollten die Schnell-Ladepunkte verschiedensten Möglichkeiten zur aktiven Erholung aufweisen. Somit geht es auch um die Fragen welche Ladeleistung angegeben und welche Bezahloptionen angeboten werden, jedoch ist der Check von Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit und der Service-Angebote ungemein wichtig. Denn nur wer sich während des Lade-Stopps gut erholt, kann auch sicher weiterfahren.“

PR
Fotos: Felix Tiemann

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