Freitag, 16. Januar 2026

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Beschäftigte in Hildesheim wieder 24 Tage krankgeschrieben – Psyche und Atemwegserkrankungen auffällig

Nach den Auswertungen des aktuellen BARMER-Gesundheitsreports meldeten sich in Niedersachsen im Jahr 2023 Erwerbstätige durchschnittlich 23,7 Tage (2022: 23,8 Tage) arbeitsunfähig. Für Hildesheim lässt sich sagen, dass im vergangenen Jahr jeder und jede in Beschäftigung stehende statistisch betrachtet jeweils insgesamt 24,6 Tage krankgeschrieben war, 2022 waren es ebenfalls 24,6 Tage. „Das heißt, die Berufstätigen in und um Hildesheim waren genau so lang krankgeschrieben wie auf dem Rekordniveau des Vorjahres“, so Daniel Oppermann, Geschäftsführer der BARMER in Hildesheim. Zum Vergleich: Die Spannbreite der Arbeitsunfähigkeitstage im Land war insgesamt wieder sehr breit, sie ging von 18,9 Fehltagen in Vechta bis zu den 30 Tagen in Wilhelmshaven.

Psychische Probleme und Atemwegserkrankungen

Vor allem die Fehlzeiten bei psychischen und Verhaltensstörungen mit 5,0 Fehltagen und Atemwegserkrankungen mit 4,7 Arbeitsunfähigkeitstagen sorgten bei den berufstätigen Menschen in Hildesheim für längere Abwesenheiten vom Arbeitsplatz. Beim Blick auf die vier ärztlichen Hauptdiagnosen für Arbeitsunfähigkeiten (AU), die in der Regel für rund zwei Drittel aller Krankschreibungen verantwortlich sind, entsteht folgendes Bild:

  • Psychische und Verhaltensstörungen gab es in und um Hildesheim mit 5,0 Fehltagen häufiger als im Bundesdurchschnitt (4,5 AU-Tage), 2022 waren es 4,3 Tage. 
  • Bei Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems lag Hildesheim weit über dem Bundesdurchschnitt (3,9 AU-Tage), insgesamt kamen 4,3 AU-Tage zusammen (2022: 4,1 Tage).
  • Krankheiten des Atmungssystems wurden in Hildesheim öfter als im Bund (4,0 AU-Tage) diagnostiziert, insgesamt 4,7 AU-Tage (2022: 4,9 Tage). 
  • Verletzungen, Vergiftungen und bestimmten anderen Folgen äußerer Umstände ergaben sich in Hildesheim etwas weniger als im Bund (2,3 AU-Tage), insgesamt kamen hier 2,2 AU-Tage (2022: 2,3 Tage) zusammen

Krankmeldungen auf hohem Niveau

Im Jahr 2022 wurde ein Anstieg von Krankmeldungen und Fehlzeiten verzeichnen, der alle in vorausgehenden Zeiträumen beobachteten Veränderungen deutlich übersteigt. „Besonders gravierende Veränderungen ließen sich dabei im Hinblick auf Infektionskrankheiten und insbesondere bei Atemwegsinfekten beobachten“, sagt Jonas Kück. Eine wesentliche Ursache dürften vermehrt auftretende Infekte im Zuge der sich wieder normalisierenden Kontakte und der damit zwangsläufig auch verstärkten Keimexposition sein. „Anders als optimistisch hätte erwartet werden können, lässt sich allgemein auch im Jahr 2023 ein nahezu unverändert hoher Krankenstand beobachten“, so Oppermann. Fehlzeiten aufgrund von Atemwegsinfekten bewegten sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Lediglich die Fehltage unter der expliziten Angabe von COVID-19-Diagnosen sind merklich gesunken, was jedoch auch der Effekt einer nur noch selten durchgeführten Testung sein könnte. Rückläufigen Fehlzeiten wirkt insbesondere auch ein bundesweiter Anstieg der gemeldeten Fehltage unter Diagnosen von psychischen Störungen entgegen, was sich auch in Hildesheim bemerkbar gemacht hat.

Umfangreiches Präventionsangebot 

Durch ein umfangreiches Präventionsangebot unterstützt die BARMER ihre Versicherten, für die eigene Gesundheit aktiv zu werden. Sie fördert Gesundheitskurse zu den Themen Stressbewältigung, Entspannung, Bewegung, Ernährung und Suchtmittelkonsum. Volkshochschulen, Bildungsstätten oder Vereine bieten vielfach Gesundheitskurse an. Unter www.barmer.de/a000052 gibt es die Möglichkeit, bundesweit nach zertifizierten Gesundheitskursen zu suchen.

Persönliche Beratung und digitale Angebote

Mittlerweile können BARMER-Versicherte wählen, ob sie ihre Angelegenheiten online erledigen oder in der Geschäftsstelle vorbeischauen. „Über alle Altersgruppen hinweg steigt die Nutzung unserer digitalen Angebote. Selbst den Impfpass oder das Zahnbonusheft können unsere Versicherten per App führen,“ sagt Oppermann. Dennoch sei es der BARMER wichtig, dem Wunsch nach persönlicher Beratung gerecht zu werden. „Wenn es um komplexere Angelegenheiten geht, wie die richtige Versorgung für pflegebedürftige Angehörige, bevorzugen viele unserer Versicherten das persönliche Gespräch“, so Oppermann. Neben der Kundenberatung steht die BARMER-Geschäftsstelle in engem Kontakt mit den Firmen in der Region. Hier führen Expertinnen und Experten der BARMER Gesundheitstage durch oder helfen beim Onboarding internationaler Fachkräfte.

PR
Foto: StockSnap / Pixabay

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