Mittwoch, 11. Februar 2026

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Den Weg freimachen und Leben retten – TÜV NORD erklärt das richtige Verhalten bei Blaulicht und Sirenen im

Silvester bringt nicht nur Geselligkeit und ein farbenfrohes Spektakel,  sondern auch Hektik und ein erhöhtes Unfallrisiko. Alkohol, überfüllte  Straßen und Feuerwerkskörper fordern Rettungskräfte an diesem Abend oft  im Minutentakt heraus. Doch im Stadtverkehr ist keine Rettungsgasse  vorgeschrieben – was bedeutet das für Autofahrerinnen und Autofahrer? 

„In erster Linie heißt es: Ruhe bewahren, umsichtig handeln und den Weg  schnellstmöglich freimachen – das ist entscheidend, wenn Einsatzfahrzeuge bei  einem Notfall im Stadtverkehr unterwegs sind“, erklärt Markus Liebner, Leiter der  TÜV NORD Station Hildesheim. Zwar ist eine Rettungsgasse weder in der Stadt noch  auf der einspurigen Landstraße vorgeschrieben. Wer aber falsch reagiert, behindert  nicht nur die Rettungskräfte, sondern riskiert auch Bußgelder und Folgeunfälle. 

Besonders problematisch: das sogenannte Gaffen. „Wer am Unfallort stehen bleibt,  Fotos macht oder gar Videos aufnimmt, handelt nicht nur respektlos, sondern  gefährdet aktiv andere. Dieses Verhalten kann Bußgelder oder sogar Freiheitsstrafen  nach sich ziehen“, betont Liebner. Zudem erhöht Gaffen das Risiko von  Auffahrunfällen und stellt zumindest eine Ordnungswidrigkeit dar. 

Blaulicht im Rückspiegel: Was nun? 

Nähern sich Blaulicht und Martin-Horn gilt: Ruhe bewahren, Geschwindigkeit  reduzieren, den Abstand vergrößern und sich möglichst weit rechts am Fahrbahnrand  halten, damit die Rettungskräfte problemlos passieren können. Und Markus Liebner hat noch weitere Tipps: 

• Das Fahrzeug parallel zur Fahrbahn ausrichten, damit kein Teil herausragt und  den Weg blockiert. 

• Freie Bushaltestellen oder Ein- und Ausfahrten sind gute  Ausweichmöglichkeiten. Aber Achtung: Werden dort an Silvester Böller oder Feuerwerksraketen gezündet, fährt man besser noch ein Stück weiter.  

• Der Fußgängerweg darf in einer solchen Notsituation als Ausweichmöglichkeit  genutzt werden, sofern dies gefahrlos möglich ist. 

• Wer im Kreisverkehr unterwegs ist, dreht am besten eine Extrarunde, bis das  Einsatzfahrzeug vorbeigezogen ist. 

• Blinker verwenden, um den Einsatzkräften die eigene Ausweichrichtung  anzuzeigen. Gleichzeitig deren Fahrtrichtung immer im Blick behalten, um  Kreuzungen nicht zu blockieren. 

Ist das Rettungsfahrzeug vorbeigefahren, sollte man sich umsichtig wieder einreihen  und die Geschwindigkeit nur langsam anpassen. „Es kann jederzeit ein weiteres  Einsatzfahrzeug folgen,“ sagt der Stationsleiter. 

Blaulicht bei Rot: Das gilt an der Ampel 

Generell gilt an Ampelkreuzungen besondere Achtsamkeit – nicht nur in der  Silvesternacht. Blitzer, oft als Starenkasten oder Säule getarnt, erfassen alle  Fahrzeuge, die bei Rot über die Kreuzung fahren. Doch im Notfall gilt: Um Platz für  Rettungsfahrzeuge zu machen, darf die Haltelinie überfahren werden – jedoch nur,  wenn keine Gefahr besteht. „Kreuzende Verkehrsteilnehmerinnen und  Verkehrsteilnehmer haben zu diesem Zeitpunkt eine Grünphase und die  Einsatzfahrzeuge nicht unbedingt im Blick. Gerade an Silvester besteht auch die  Gefahr, dass Fußgänger unter Alkoholeinfluss unachtsam die Straße überqueren“, 

warnt Liebner und ergänzt: „Wird ein Ampelblitzer ausgelöst, empfiehlt es sich, Datum und Uhrzeit zu notieren. So kann die Behörde den Vorgang besser prüfen – und der Geldbeutel bleibt verschont. Bei grüner Ampel gilt: Möglichst weit rechts  anhalten, ohne die Kreuzung zu blockieren.“ 

TÜV NORD-Tipp: Rettungskarten für eine schnellere Bergung 

Auch bei größter Vorsicht lässt sich ein Unfall manchmal nicht vermeiden. Damit  Rettungskräfte im Ernstfall schnell und sicher helfen können, ist die Rettungskarte  ein unverzichtbarer Begleiter. Farbig ausgedruckt sollte sie hinter der Sonnenblende  auf der Fahrerseite verwahrt werden. „Eine Rettungskarte kann im Ernstfall  entscheidende Sekunden bringen“, erklärt Liebner. Der dazugehörige kostenlose  Hinweisaufkleber ist bei allen TÜV NORD-Prüfstellen erhältlich. 

Liebner: „Mit einem vorausschauenden und umsichtigen Verhalten – auch in der  Silvesternacht – wird der Jahreswechsel für alle sicher und Rettungskräfte können  sich auf das konzentrieren, was wirklich zählt: Leben retten.“ 

PR
Foto: Celler Presse

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