Gedenken am Volkstrauertag
Anlässlich des Volkstrauertages hatte die Stadt Hildesheim zusammen mit dem Verband Hildesheim-Stadt des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge am vergangenen Sonntag zu einer öffentlichen Gedenkveranstaltung mit Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer in die Kapelle auf dem Nordfriedhof Hildesheim eingeladen. Anschließend fanden Kranzniederlegungen am Ehrenmal der Soldaten, am Gräberfeld der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter sowie am Gräberfeld der Bombenopfer statt. Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer betonte die Relevanz von Zusammenhalt und Frieden in diesen politisch und gesellschaftlich bewegten Zeiten. Pastor Lutz Krügener und Diakon Christophe Loemba sprachen gemeinsam das Ökumenische Gebet. Am Gräberfeld der Zwangsarbeiterinnen und -arbeiter gab Markus Roloff (Projekt „Vernetztes Erinnern“) einen Überblick über die leidvolle Geschichte der Zwangsarbeit in Hildesheim und darüber hinaus. Die Ratsvorsitzende Franziska Hientz schilderte am Gräberfeld der Bombenopfer die Eindrücke Ihrer Großmutter und mahnte, niemals die Opfer von Krieg und Gewalt zu vergessen. Musikalisch wurde die Veranstaltung von Nicolai Gliserin (Trompete) und von Dr. Vlady Bystrov (Klarinette und Saxophon) begleitet.



Bereits am Sonnabend fand die traditionelle Prominentensammlung des Volksbundes statt, bei der Hildesheimer Politikerinnen und Politiker, Vertretungen der Marine- und Reservistenkameradschaft, des Kreisverbindungskommandos, von THW und Feuerwehr vormittags im Stadtgebiet Hildesheim und vor verschiedenen Verbrauchermärkten Spenden sammelten. Diese kommen der Bildungs- und Erinnerungsarbeit des Volksbunds sowie der Pflege von Kriegsgräberstätten zugute.
Im Vorfeld des Volkstrauertages besuchten rund 270 Schülerinnen und Schüler verschiedener Hildesheimer Schulen am 13. November den Nordfriedhof, wo sie von Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer begrüßt wurden. Anschließend legten sie weiße Rosen an den Kriegsgräbern ab und nahmen an Führungen mit Henrik Berthold (Geschäftsführer des Volksbundes, Bezirksverband Hannover) und Coscun Tözen (Bildungsreferent, Bezirksverband Hannover) zu den verschiedenen Gräberfeldern teil.
Hintergrund
Der Volkstrauertag wird in Deutschland als besonderer Gedenktag für die Opfer von Krieg und Gewalt begangen. Er ist nicht nur mit dem Gedenken an die Opfer der Weltkriege verbunden, sondern soll gerade in diesen krisenbehafteten Zeiten daran erinnern, wie kostbar und wichtig ein Leben in Frieden ist. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge betreut seit seiner Gründung im Jahr 1919 Kriegsgräber in zahlreichen Ländern der Erde. Aus seiner ursprünglichen Arbeit, der Grabpflege, hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg der Versöhnungs- und Verständigungsgedanke entwickelt, der in intensiver Jugend-, sowie Bildungs-, und Begegnungsarbeit lebendig wird.
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