Dienstag, 9. Juni 2026

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Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER – Jugendliche sorgen sich um gesundheitliche Folgen des Klimawandels

Fast die Hälfte der Jugendlichen in Niedersachsen und Bremen geht weiterhin davon aus, dass der Klimawandel negative Folgen für die eigene Gesundheit haben kann. Gleichzeitig haben immer weniger von ihnen große Angst vor der Erderwärmung. Das zeigt die repräsentative Sinus-Jugendstudie im Auftrag der BARMER. Befragt wurden im Herbst 2025 bundesweit 2.000 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, davon 183 aus Niedersachsen und Bremen.

Demnach erwarten 47 Prozent gesundheitliche Risiken durch den Klimawandel. Allerdings bewerten nur noch 42 Prozent das Thema als „sehr wichtig“ – ein Rückgang um 19 Prozentpunkte gegenüber 2021. Auch der Anteil der Jugendlichen mit „großer Angst“ vor dem Klimawandel ist im selben Zeitraum von 37 auf 32 Prozent gesunken. „Der Klimawandel ist für viele Jugendlichen weiterhin ein relevantes Thema, vor allem mit Blick auf mögliche gesundheitliche Folgen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die unmittelbare Angst nachgelassen hat“, erklärt Heike Sander, Landesgeschäftsführerin der BARMER in Niedersachsen und Bremen. Sander vermutet, dass andere aktuelle Krisen – wie Kriege oder wirtschaftliche Unsicherheiten – emotional stärker im Vordergrund stehen. „Das Thema Klimawandel könnte dadurch etwas in den Hintergrund geraten“, so Sander.

Bereitschaft zu Klimaschutz vor allem bei alltagstauglichen Maßnahmen
Trotz sinkender emotionaler Betroffenheit ist die Bereitschaft zu konkreten Klimaschutzmaßnahmen hoch. 86 Prozent der Jugendlichen könnten sich vorstellen, für das Klima häufiger Bus und Bahn zu nutzen. 80 Prozent würden „bestimmt“ oder „eher“ Verpackungen vermeiden, 76 Prozent regionale und biologische Lebensmittel bevorzugen und ebenso viele sich seltener ein neues Smartphone anschaffen. Geringer fällt die Zustimmung bei stärker eingreifenden Maßnahmen aus: Nur 30 Prozent würden ganz auf Fleisch verzichten, 33 Prozent auf Milchprodukte.

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