Erfolg für die kommunalen Theater und Orchester: Land Niedersachsen stellt zusätzliche Millionen bereit
Die Verhandlungsgruppe der kommunalen Theater- und Orchesterstandorte in Niedersachsen, dem die Göttinger Oberbürgermeisterin Petra Broistedt ebenso wie der Hildesheimer Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer angehören, hat nach langwierigen Verhandlungen einen wichtigen Erfolg erzielt: Der Landeshaushalt sieht für 2027 zusätzliche 2 Millionen Euro und für 2028 weitere 3,5 Millionen Euro für die kommunalen Theater und Orchester vor. Diese Summen entsprechen den Forderungen, die die Verhandlungsgruppe für diese beiden Jahre gestellt hatte. In Hildesheim kommt diese Entscheidung dem theater für niedersachsen zugute.
Auch für die Folgejahre gibt es positive Signale: Die so erhöhten Mittel sind auch für 2029 bis 2031 im Haushalt bereits fortgeschrieben. Das Land berücksichtigt die kommunalen Theater und Orchester damit auch über 2028 hinaus. Auf dieser Grundlage kann nun ein zweijähriger Vertrag mit dem Land geschlossen werden, verbunden mit einer Willensbekundung für die Finanzierung ab 2029. Für die kommenden zwei Jahre besteht damit erstmals seit Langem wieder Planungssicherheit und Verlässlichkeit für die Häuser.
„Das ist ein richtig guter Tag für die kommunalen Theater und Orchester in Niedersachsen“, unterstreicht Petra Broistedt. Zehn Jahre lang hätte die Verhandlungsgruppe mit dem Land um eine verlässliche Finanzierung gerungen. Jetzt sei sie für die kommenden zwei Jahre fest zugesagt, und auch für die Zeit danach gebe es ein klares Signal des Landes. „Damit steigt das Land wieder in die Mitfinanzierung der Tarifsteigerung ein. Das gibt den Häusern endlich wieder die nötige Luft zum Planen“, so Broistedt. „Mein Dank gilt Minister Falko Mohrs und allen, die diesen Erfolg erst möglich gemacht haben: den Ensembles, die mit uns auf die Straße gegangen sind, und den Landtagsabgeordneten aus den Theaterstandorten sowie den kulturpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Faktionen im Landtag, die sich für dieses Ergebnis eingesetzt haben. Denn Kultur ist kein Luxus. Sie ist Teil unserer Demokratie. Was wir jetzt erreicht haben, zeigt, dass sich der gemeinsame Einsatz dafür lohnt.“
Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer schließt sich dem Dank an und ergänzt: „Die Einigung ist eine wirklich gute und wichtige Nachricht für das theater für niedersachsen und für Hildesheim. Sie schafft nun endlich – nach vielen Jahren zäher Verhandlungen – die dringend benötigte Planungssicherheit und stärkt die kulturelle Infrastruktur in Hildesheim und der Region. Es ist gut, dass das Land seiner Verantwortung wieder stärker gerecht wird – denn Verlässlichkeit ist die Grundlage für starke Theater. Und starke Theater sind ein Gewinn für unsere Stadt und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Seit 2019 hatte sich das Land nicht mehr an den Tarifsteigerungen der kommunalen Theater und Orchester beteiligt. Die daraus entstandenen finanziellen Lücken sowie fehlende verlässliche Vereinbarungen für die Folgejahre hatten die Häuser zunehmend belastet. Erst im April hatten Beschäftigte, Ensembles und Unterstützerinnen und Unterstützer bei einer Demonstration vor dem Niedersächsischen Landtag auf diese Situation aufmerksam gemacht und eine verlässliche Finanzierung eingefordert.
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Foto: ChatGPT
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