Samstag, 17. Oktober 2026

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Statistikstelle feiert 100-jähriges Bestehen

Die Statistikstelle der Stadt Hildesheim feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Erstmals wurde sie 1926 in einem Verwaltungsgliederungsplan erwähnt und begleitet seitdem die Entwicklung der Stadt, sammelt, analysiert und veröffentlicht Daten und macht Veränderungen in Hildesheim sichtbar. Anlässlich des Jubiläums hat die Statistikstelle eine Jubiläumsschrift veröffentlicht, welche die Geschichte der kommunalen Statistik anhand historischer Dokumente, Daten und Entwicklungen nachzeichnet. Die Jubiläumsschrift beleuchtet unter anderem die Themen Bevölkerung, Flächen, Bildung, Migration, Arbeit und Verkehr und ist online unter folgendem Link abrufbar: https://www.stadt-hildesheim.de/wirtschaft-bauen/statistik/statistische-berichte/.

Zu den seit 1926 besonders ausführlich erhobenen und stark nachgefragten Daten gehören die Bevölkerungszahlen und -bewegungen wie Zu- und Wegzüge, Geburten und Sterbefälle. Besonders interessant ist, dass trotz des Bevölkerungsanstiegs von 29.386 im Jahr 1885 auf 104.309 im Jahr 2026, die Zahl der Geburten damals wie heute bei etwa 800 bis 1.000 Kindern pro Jahr liegt. Doch nicht nur die Größe der Bevölkerung Hildesheims ist gewachsen, sondern auch die Fläche der Stadt. Umfasste diese im Jahr 1911 noch etwa 1.635 Hektar, sind es im Jahr 2026 etwa 9.299 Hektar. Die Klassengrößen in den Schulen haben sich ebenfalls stark verändert: Im Jahr 2025/26 wurden im Schnitt 23,2 Kinder in einer Klasse an einer weiterführenden Schule betreut, während es 1954 durchschnittlich 44,1 Kinder pro Klasse waren.

Diese Beispiele zeigen, welchen Wandel statistische Daten über Jahrzehnte sichtbar machen. Gleichzeitig bildet die Statistik eine wichtige Grundlage für heutige und zukünftige Entscheidungen in der Stadt. „Überall dort, wo Zukunft geplant wird, sind belastbare Zahlen unverzichtbar“, betont Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Heute geht die Arbeit der Statistikstelle weit über das reine Sammeln von Daten hinaus: Sie analysiert diese, erstellt Prognosen und bereitet die Ergebnisse verständlich auf. Damit werden insbesondere wichtige Grundlagen für die Stadtentwicklung, die Wohnungsmarkt- und Sozialberichterstattung sowie die Planung in den Bereichen Bildung und Erziehung geschaffen.“

Die technischen Mittel zur Aufbereitung und Bereitstellung der Zahlen haben sich seit 1926 grundlegend verändert. Papierlisten, Karteikästen und Rechenschieber wurden abgelöst durch Computer und moderne Programme zur Datenverarbeitung. Die Anforderungen an die Statistikstelle sind jedoch die gleichen geblieben: Daten sammeln, Veränderungen sichtbar machen, Entscheidungsgrundlagen bereitstellen und Zahlen für die Stadt Hildesheim sowie ihre Bürgerinnen und Bürger veröffentlichen.

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Foto: Tumisu / Pixabay

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