Dienstag, 13. Januar 2026

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Stolpersteine für Eheleute Stern und Spier verlegt

HILDESHEIM. Am 18. Oktober hat die Stadt Hildesheim vier weitere Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus in Hildesheim verlegt: In der Almsstraße 34 für Martha Stern, geborene Herzberg, und Oskar Stern, ermordet in Theresienstadt, sowie in der Vionvillestraße 6 für Henriette Spier, geborene Roseboom, und Hermann Spier, ermordet in Treblinka. „Angesichts des unvorstellbaren Leids, das die nationalsozialistische Herrschaft verursacht hat, ist es besonders wichtig, eine Erinnerungskultur zu pflegen, die an die Opfer erinnert. Es handelt sich dabei um Menschen, die aus der Stadtgesellschaft herausgerissen wurden, zum Beispiel um Nachbarn, Freunde oder Lehrer“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, der mit Blick auf die Zukunft die mahnende Wirkung der Stolpersteine, von denen weitere folgen sollen, betonte.

Finanziert wurden die aktuell verlegten würfelförmigen Steine, die auf der Oberseite mit einer Messingplatte mit Informationen über die Opfer versehen sind, über Patenschaften von den Landesvorstandsmitgliedern des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), von Stadtdechant Wolfgang Voges und vom Kreisverband Hildesheim der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Die Stolpersteine halten die Erinnerung an Menschen lebendig, die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft geworden sind. Bislang wurden in mehr als 1000 Kommunen in 21 europäischen Staaten Stolpersteine am letzten selbstgewählten Wohnort der Opfer verlegt, in Hildesheim seit 2008 bisher 61 Steine. Das von Gunter Demnig initiierte Projekt wird von der Stabsstelle Kultur und Stiftungen der Stadt Hildesheim begleitet und dank des großen Engagements von Dr. Hartmut Häger realisiert, der bei der Verlegung der Steine über das Schicksal der Eheleute Spier und Stern berichtete.

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