Frühjahrsbelebung hält an

HILDESHEIM. Der positive Trend am Arbeitsmarkt setzt sich weiter fort. Die Arbeitslosenzahlen sind im März weiter gesunken. Insgesamt waren 11.747 Frauen und Männer im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim im März arbeitslos gemeldet. Das waren 266 (-2,2%) weniger als im Februar und 1.164 (-9,0%) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 5,3% gesunken (Vorjahresmonat 6,0%).

„Die Wiedereinstellungen nach der Winterpause machen sich positiv bemerkbar. Ab Mitte April rechne ich mit einer weiteren Belebung des Arbeitsmarktes“, kommentiert Evelyne Beger, Chefin der Hildesheimer Agentur für Arbeit die Geschehnisse am Arbeitsmarkt. Die Leiterin der Agentur für Arbeit Hildesheim betont: „Besonders freut mich, dass die jungen Menschen unter 25 Jahren von der guten Entwicklung profitiert haben.“ Die Arbeitslosenzahl der unter 25-Jährigen ist verglichen mit dem Vormonat um 51 Personen (-4,4%) auf 1.110 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies 119 Jugendliche (-10,9%) weniger.

Stellenmarkt
Im März meldeten die Unternehmen 810 neue Stellen gemeldet (+1 bzw. 0,1% ggü. Vormonat). Gegenüber dem Vorjahr sind dies 42 Stellen weniger (-4,9%). Die Zahl der offenen Stellen ist weiterhin hoch. Im März waren 2.808 Arbeitsstellen beim gemeinsamen Arbeitsgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter gemeldet, 7 (-0,2%) weniger als vor einem Jahr. So bieten insbesondere die Bereiche des verarbeitenden Gewerbes, des Gesundheits- und Sozialwesens und des Handels zahlreiche Einstiegschancen.

Arbeitslose nach Rechtskreisen
In beiden Rechtskreisen war die Arbeitslosigkeit rückläufig. Im saisonsensibleren Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) war ein überdurchschnittlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 188 (-4,4%) auf 4.100 gesunken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 48 (-1,2%).

Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter ist die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um 78 (-1,0%) auf 7.647 gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies 1.116 Arbeitslose weniger (-12,7%).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind. Im März waren nach vorläufigen Angaben 16.157 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 651 Personen weniger als noch vor einem Jahr (-3,9%).

Grafik: Die rote Linie zeigt die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von März 2018 bis März 2019. Die blaue die des Vorjahres

Entwicklungen in den Landkreisen
Im Landkreis Hildesheim waren im März 8.462 Personen arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vormonat waren das 175 Personen weniger (-2,0%). Das Vorjahresniveau wurde weiterhin um 811 Personen (-8,7%) unterschritten. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7% (Vormonat: 5,8; Vorjahr: 6,3%).

Im Landkreis Peine waren 3.285 Personen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einem Rückgang von 91 Personen (-2,7%) gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen um 353 Personen bzw. -9,7%. Die Arbeitslosenquote betrug 4,6% (Vormonat: 4,7; Vorjahr: 5,2%).

Arbeitslosenzahlen und –quoten2 in den Landkreisen
Agentur für Arbeit Hildesheim gesamt: 11.747 / 5,3%

Erste Zwischenbilanz zum Ausbildungsmarkt
Von Oktober 2018 bis März 2019 meldeten sich 2.249 Bewerber für eine Ausbildungsstelle im Agenturbezirk Hildesheim. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 5,6% (-133 Personen). Gleichzeitig waren 1.961 Ausbildungsstellen gemeldet, 65 (+3,4%) mehr als vor einem Jahr. „Der Ausbildungsmarkt ist im März noch stark in Bewegung. Daher ist es für eine fundierte Bewertung noch zu früh“, erklärt Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim. Beger rät allen Ausbildungssuchenden sich bei der Berufsberatung zu melden, um sich über Ausbildungsmöglichkeiten und noch freie Ausbildungsstellen zu informieren. „Unsere Berufsberater und –beraterinnen bieten in allen Schulen Sprechzeiten an. Außerdem können Beratungsgespräche in der Agentur für Arbeit gebucht werden“, erklärt Beger.

PR