Arbeitsgruppe „Hohnsensee und Wallanlagen“ grenzt niemanden aus

HILDESHEIM. Nach dem Vorstoß von Julia Zink-Tänzer (FDP) und Mirco Weiß (CDU) die Arbeitsgruppe „Hohnsensee und Wallanlagen“ ins Leben zu rufen und somit der Jugend eine Stimme zu geben, kam es seitens der Linksjugend Solid zu Protest. Diese fühlte sich von der Arbeitsgruppe ausgeschlossen, da im Vorhinein ihre politische Jugendbewegung nicht explizit benannt wurde.

Die Junge Union (JU) und die Jungen Liberalen (JuLi) nutzen bereits jetzt schon einen regen Austausch untereinander, berichtet uns die Fraktionsvorsitzende der FDP im Hildesheimer Stadtrat, Julia Zink-Tänzer. Aufbauend entstand ein Positionspapier mit der Idee, den „Jungen“ die Gelegenheit zu geben, nicht mehr allein in den sozialen Medien mit ihren innovativen Ideen zu bleiben, sondern Teil dieser in der Zukunft zu gründenden Arbeitsgruppe zu werden.

Um die Arbeitsgruppe nun konkret aufzustellen, hatte Zink-Tänzer mit Mirco Weiß von der CDU einen weiteren Fürsprecher gefunden.

In der Verwaltung sind Zink-Tänzer und Weiß mit der Idee der Arbeitsgruppe schon auf ein positives Feedback gestoßen. Die JU und die JuLi würden sich gern einbringen wollen und an einem Projekt der Stadt Hildesheim mitzuarbeiten.

„Jeder der positiv konstruktiv mitarbeiten möchte, ist in diesem Kreis der jugendpolitischen Organisationen willkommen“, stellt Zink-Tänzer klar. Eine Eingrenzung, welche Jugendorganisationen genau dort teilnehmen dürfen, gebe es nicht.

Zugleich dementiert die Fraktionsvorsitzende der FDP, dass es bei der Arbeitsgruppe um einen festen Sitz im Stadtrat ginge, wie die Solid in einer Pressemitteilung zuvor erwähnt hatte. Im Stadtrat sitzen nur gewählte Mandatsträgerinnen und Mandatsträger. Die Arbeitsgruppe solle lediglich die Tür für die Jugendlichen öffnen, wie es auch im Ratsbeschluss vom 20.05.2019, Vorlage 19/125, vermerkt ist.

Auch Mirco Weiß zeigt sich von der Pressemitteilung der Solid verwundert und teilt auf Nachfrage mit: „Von einem Ausschluss der Linksjugend Solid aus dem Ring politischer Jugend (RpJ) in Hildesheim ist mir nichts bekannt.“ Weiß dementiert jedoch nicht sein Zitat in der örtlichen Zeitung und bekräftigt in seiner Stellungnahme seine Skepsis, dass er mit der Linkspartei, bzw. deren Aufbau aus der direkten Nachfolge aus der SED im DDR-Regime und der Bewertung des Verfassungsschutzes, hadere. Mirco Weiß stellt jedoch klar, dass er seinen Kollegen im Stadtrat fraglos mit Respekt und Freundlichkeit begegne. Auch hege er keinerlei persönliche Ressentiments gegen handelnde Personen.

Die angestrebte Arbeitsgruppe biete Jugendlichen eine Chance zum Austausch über politische Themen und konkrete Veränderungen in der Stadt.

Redaktion
Hildesheimer Presse

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