Knapp 4 von 100 niedersächsischen Haushalten schätzten 2018 die eigenen vier Wände als barrierefrei ein

HANNOVER. Nach den Ergebnissen der Mikrozensuserhebung schätzten im Jahr 2018 nur 3,6% aller niedersächsischen Haushalte die eigene Wohnung als barrierefrei ein. Gefragt wurde unter anderem nach Bodenunebenheiten, ebenerdigem Einstieg in die Dusche, ausreichend breiten Türen, stufenlosen Zugängen zu den Räumen sowie nach dem Platzangebot in Küche und Sanitärbereich.

Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilt, konnten in 32% aller Wohnungen die Räume stufenlos erreicht werden. In 65% aller Küchen sowie in 54% aller Bäder war nach Einschätzung der Haushalte ausreichend Bewegungsraum vorhanden, so dass diese auch mit einem Rollstuhl genutzt werden konnten. Nur in 20% der Bäder befand sich ein ebenerdiger Einstieg in die Dusche. In insgesamt 13% aller Wohnungen wurde keine der abgefragten Bedingungen für eine Barrierefreiheit erfüllt.

In den Wohnungen, die ab 2011 gebaut worden sind, waren nach Einschätzung ihrer Bewohnerinnen und Bewohner 24% aller Wohnungen barrierefrei, bei den vor 2011 gebauten Wohnungen waren es lediglich 3%. Im Wohnungsbau ab 2011 gab es bei allen erhobenen Merkmalen der Barrierefreiheit Verbesserungen, insbesondere jedoch hinsichtlich des ebenerdigen Einstiegs in die Dusche. Als problematisch wurden häufig noch Schwellen und Stufen in den Wohnungen eingeschätzt.

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