Stadt erhält Fördermittel des Landes für BÄKO-Umbau

HILDESHEIM. Die Stadt Hildesheim erhält vom Land Niedersachsen 732.723,50 Euro (50 Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von 1.465.000 Euro) für den Umbau der ehemaligen BÄKO-Halle zum Magazin für das Roemer- und Pelizaeus-Museum (RPM) sowie des Stadtarchivs Hildesheim. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, überreichte am 23. Januar Hildesheims Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer im Rathaus den entsprechenden Zuwendungsbescheid im Rahmen des EFRE-Förderprogramms „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen”.

Noch sind Stadt und Museum für die Lagerung ihrer Archivalien und Exponate auf verschiedene im Stadtgebiet angemietete Objekte angewiesen. Die Verhältnisse in den Außenmagazinen entsprechen hinsichtlich Größe, Klimastabilität und Funktionalität bei Weitem nicht den heute geforderten Basisstandards für Museumsdepots, weshalb das Museum zeitweise auch das Gütesiegel des Museumsverbands Bremen und Niedersachsen verloren hatte. „Daher hat die Stadt Hildesheim im Januar 2019 die ehemalige BÄKO-Halle in der Baurat-Köhler-Straße erworben, mit dem Ziel, die Lagerungsbedingungen deutlich zu verbessern. Das Gebäude ist auf Grund der massiven Bauweise sowie der ausreichenden Größe und des daraus resultierenden Synergieeffekts, Magazinräume des Stadtarchives und des Roemer- und Pelizaeus-Museums (RPM) der Stadt Hildesheim gemeinsam in einem Gebäude unterzubringen, gut geeignet. Darüber hinaus bietet das Gebäude ausreichend Platz für Werkstätten, Fotolabor und sonstige Arbeitsstätten für die Mitarbeiter des Museums”, erklärt Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. „Dem Land Niedersachsen danke ich für die finanzielle Unterstützung des Projekts. Mit Blick auf den dadurch ermöglichten Verzicht auf eine kosten- und energieintensive Voll-Klimatechnik ist die Fördersumme auch unter ökonomischen und ökologischen Aspekten nachhaltig angelegt. Das war uns wichtig.”

Niedersachsens Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler betonte bei seinem Besuch in Hildesheim: „Der geplante Umbau des Bäckereilagers in ein modernes Depot ist zugleich energetisch nachhaltig und inhaltlich überzeugend. Die hochkarätigen Sammlungen des Roemer- und Pelizaeus-Museums und die Bestände des Hildesheimer Stadtarchivs können in Zukunft noch besser erschlossen, digitalisiert und konserviert werden. Das ist ein großer Gewinn für die kulturellen Schätze Niedersachsens.”

Besonders wichtig für die zukünftige Unterbringung der Archivalien und Exponate ist die Einhaltung klimatischer Vorgaben. Hierfür sind energetische Maßnahmen erforderlich, für die die Stadt Hildesheim am 29. November 2018 den Förderantrag im Förderprogramm „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen” des Landes Niedersachsen gestellt hatte. Auf eine kosten- und energieintensive Voll-Klimatechnik wird verzichtet und eine natürliche passive Klimatisierung gemäß dem „Schleswiger-Modell” umgesetzt. Die Stabilität des Klimas wird vor allem durch die Massivität und den mehrschichtigen Aufbau der Außenwände, hoher Wärmedämmung der Gebäudehülle und intelligent gesteuerter Be- und Entlüftung mit sehr geringen Luftwechselraten erreicht. Der CO2-Ausstoß wird um 73 Tonnen CO2 pro Jahr gesenkt und der Energiebedarf des Gebäudes um 30 Prozent reduziert.

Für die Umsetzung des Projektes sind gegenwärtig insgesamt 3.010.000 Euro Bau- und Planungskosten im Haushalt der Stadt Hildesheim bereitgestellt worden. Mit der Baumaßnahme, die im Zeit- und Kostenrahmen liegt, wurde im Juni 2019 begonnen. Die Fertigstellung der Magazinräume des Museums ist für Mai 2020 geplant. Ab Juni 2020 beginnt der Umzug der Museumsarchivalien in das neue Depot. Die Büroräume und Werkstätten sollen planmäßig bis September 2020 fertiggestellt werden.

PR
Fotos: Stadt Hildesheim

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