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Stadt und Land verbessern Hochwasserschutz an der Bleicherstraße

HILDESHEIM. Die Stadt Hildesheim treibt mit finanzieller Unterstützung des Landes Niedersachsen den Hochwasserschutz weiter voran: Am 19. April beginnt der Bau der Hochwasserschutzanlage an der Bleicherstraße. Die Maßnahme, die bis Ende des Jahres abgeschlossen werden soll, dient nicht nur dem Schutz der Bleicherstraße, sondern auch der angrenzenden Straßen sowie dem Schutz der Polizeiinspektion Hildesheim. Das Land Niedersachsen übernimmt 70 Prozent der ursprünglich angenommenen Kosten in Höhe von 700.000 Euro. Da sich die tatsächlichen Gesamtkosten nach Ausschreibung auf rund 970.000 Euro belaufen werden, hat die Stadt beim Land zusätzlich einen Antrag auf Erhöhung der Fördermittel gestellt.

Stadtbaurätin Andrea Döring, Robert Dresselhaus (Stadt Hildesheim, Hochwasserschutz), Umweltminister Olaf Lies, OB Dr. Ingo Meyer und Landtagsabgeordneter Bernd Lynack

Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer hat am 9. April gemeinsam mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies, Stadtbaurätin Andrea Döring, dem Landtagsabgeordneten Bernd Lynack und Robert Dresselhaus (Mitarbeiter Hochwasserschutz Stadt Hildesheim) den symbolischen ersten Spatenstich für die Hochwasserschutzanlage vollzogen. „Wir konnten bereits in den vergangenen Jahren auch mit Unterstützung des Landes diverse Hochwasserschutzmaßnahmen im Stadtgebiet auf den Weg bringen. Mit dem Bau der Schutzanlage an der Bleicherstraße vollziehen wir an einer besonders neuralgischen Stelle im Stadtgebiet nun den nächsten, aber nicht den letzten Schritt bei dieser Thematik“, so Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer, der sich bei Minister Lies ausdrücklich für die Förderung bedankte.

Für Umweltminister Lies ist das Projekt ein wichtiger Schritt für die Stadt Hildesheim beim Hochwasserschutz: „Gerade mit Blick auf den Klimawandel müssen wir damit rechnen, dass Starkregenereignisse und Überschwemmungen weiter zunehmen werden. Daher steigt die Bedeutung des Hochwasserschutzes auch im Sinne einer Bekämpfung dieser Klimafolgen weiter an. Und dafür brauchen wir, wie hier in Hildesheim, die enge und gute Zusammenarbeit zwischen Land und den Kommunen, die die Maßnahmen vor Ort umsetzen müssen.“

An der Bleicherstraße und im umliegenden Quartier war es beim letzten schweren Hochwasser 2017 zu Überschwemmungen gekommen, sogar die dahinterliegende Schützenallee drohte, geflutet zu werden. Dies soll durch die Errichtung der rund 210 m langen Hochwasserschutzanlage zukünftig verhindert werden. Um die dafür erforderliche Böschungs­höhe zu erreichen, wird die Anlage aus zwei hintereinander angeordneten Konstruktionen bestehen. Am Böschungsfuß ist eine Stützwand aus freistehenden Spundbohlen mit einer sichtbaren Höhe von rund einem Meter geplant. Die Hochwasserschutzwand an der Böschungsoberkante wird aus übererdeten Spundbohlen bestehen, welche in einem Betonschlitz eingebunden sein werden. Die Spundwand­oberkante soll im Endzustand 20 Zentimeter oberhalb des hundert­jährlichen Bemessungs­wasser­spiegels liegen. Somit wird das erforderliche Schutzziel erreicht und ein ausreichender Freibord gewährleistet. Zwischen den Wand­konstruktionen wird die Böschung mit einer Neigung von rund 27 Grad neu profiliert. Im Baufeld befindet sich eine Kreuzung der Hochwasser­schutz­maßnahme mit einer Abfahrt zum Innerste-Radweg. Zur Aufrechterhaltung dieser Wegebeziehung ist die Errichtung eines teilstationären Hochwasser­schutzsystems mit Dammbalken vorgesehen.

PR
Foto: Stadt Hildesheim





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