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Regionalministerium startet Gesprächsreihe zur Zukunft der Innenstädte

NIEDERSACHSEN. Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung hat am (heutigen) Freitag eine neue Veranstaltungsreihe zur Entwicklung der Innenstädte gestartet. „Die Zukunft der Innenstädte und Ortskerne beschäftigt die Landesregierung und mein Ministerium zwar schon lange. Doch mit der Corona-Pandemie hat sich der innerstädtische Strukturwandel beschleunigt. Deswegen wollen wir mit der neuen Veranstaltungsreihe Impulse geben und den fachlichen Austausch stärken“, erklärte Regionalministerin Birgit Honé im Rahmen der virtuellen Auftaktveranstaltung. Das Ministerium will sich künftig monatlich mit verschiedenen Aspekten nachhaltiger Innenstadtentwicklung befassen. „Die Herausforderungen sind vielfältig, die Chancen aber auch“, betonte Honé.

Die Premiere mit über 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern stand unter dem Titel „Welche Weichenstellungen sind nötig, um Innenstädte resilient aufzustellen“. Dabei diskutierte Honé mit Professor Rainer Danielzyk von der Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gesellschaft Hannover und Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone.

Danielzyk sieht die Städte in einem gewaltigen Wandel, der auch neue Möglichkeiten eröffnet: „Die Innenstädte der Klein- und Mittelstädte werden sich verändern: weniger Einzelhandel, mehr Gastronomie, Kultur, Wohnen werden die Zukunft bestimmen! Darum ergeben sich Chancen für lebendige Zentren hoher Qualität. Dafür ist aber eine engagierte Stadtentwicklung als Gemeinschaft auch von Kommunen, Eigentümern und Nutzerinnen erforderlich“, sagte Professor Danielzyk.

Lingens Oberbürgermeister Dieter Krone sieht seine Stadt trotz aller Herausforderungen als weiterhin attraktiven Einkaufsmagneten für die gesamte Region. „Im Schulterschluss mit den Einzelhändlern und Gastronomen, der Politik und der Lingen Wirtschaft + Tourismus GmbH ist es uns gelungen, eine hohe Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu schaffen“, sagte Krone. Allein der Lingener Einkaufssommer 2020 habe zusätzlich 1,5 Millionen Euro Umsatz in die Stadt gebracht. „Daran werden wir in diesem Jahr anschließen und weitere Elemente im Sinne der Belebung und Aufenthaltsqualität unserer Innenstadt umsetzen. Dem Online-Handel bieten wir mit ‚Lingen liefert‘ die Stirn. Ein tolles Kulturprogramm mit vielen Angeboten für die ganze Familie lockt zusätzliche Kunden und damit verbunden Kaufkraft in die Stadt“, sagte Krone.

Für Regionalministerin Birgit Honé machen diese Beispiele Mut. „Das Beispiel Lingen lässt sich natürlich nicht einfach 1:1 auf andere Kommunen in Niedersachsens übertragen. Doch sowohl in der Wissenschaft als auch in der kommunalen Praxis gibt es viele gute Ideen für lebenswerte Städte. Und viele lassen sich zusammen auch gut umsetzen.“

Die Landesregierung unterstützt die Kommunen mit mehreren Programmen bei der Stärkung der Innenstädte. Das Regionalministerium fördert beispielsweise mit den „Zukunftsräumen“ Projekte zur Attraktivitätssteigerung von Grund- und Mittelzentren, das „Projektnetzwerk Ländliche Räume“ sorgt für den Austausch von Best-Practice-Beispielen im Land. Noch in diesem Sommer soll ein Sofortprogramm Innenstadt mit einem Volumen von 117 Millionen Euro starten. Zusätzlich ist ein Programm zur „Entwicklung resilienter Innenstädte“ aus EU-Mitteln in Arbeit.

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