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ASP – Landvolk mahnt Reisende weiter zur Vorsicht

Obwohl Niedersachsen noch von einem Seucheneintrag der Afrikanischen Schweinepest (ASP) verschont geblieben ist, appelliert der Landesbauernverband insbesondere zu Beginn der Urlaubszeit an Reisende, Camper und Ausflügler, beim Umgang mit Lebensmitteln in der Natur besonders vorsichtig zu sein. „Wir können wirklich froh sein, dass es noch keinen Ausbruch gegeben hat“, sagt Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers. „Umso mehr sollten nun alle darauf achten, keine Lebensmittel unachtsam zu entsorgen.“

Lebensmittel, die Fleisch von betroffenen Schweinen (aus von ASP betroffenen Ländern) enthalten und nicht ausreichend erhitzt wurden (z.B. Schinken) stellen ein Gefahrenpotential dar und sollten nicht achtlos entsorgt werden

Bei dem Ende Mai in Baden-Württemberg festgestellten ASP-Ausbruch in einem Freilandbetrieb mit 35 Schweinen handelt es sich nach Angaben der örtlichen Behörden um ein Einzelgeschehen. Kontrollen und Blutproben hätten keinen Hinweis auf eine weitere Verschleppung des Virus in andere Schweinebestände ergeben, heißt es. Auch in der Schwarzwildpopulation in den umliegenden Wäldern konnte dank Suche mit speziell ausgebildeten Kadaversuchhunden bisher kein ASP-Virus nachgewiesen werden. Zwar ist die Eintragsursache noch ungeklärt, aktuell muss jedoch davon ausgegangen werden, dass der Eintrag durch menschliches Handeln verursacht wurde, so das zuständige Landwirtschaftsministerium in Baden-Württemberg. 

Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) könnte es sein, dass das Virus in Süddeutschland durch kontaminierte Produkte eingeschleppt worden ist, die an die Schweine verfüttert wurden. Das Landvolk appelliert daher eindringlich an Erntehelfer, die aus Ländern kommen, in denen ASP bereits in der Haus- und Wildschweinepopulation verbreitet ist, keine fleischhaltigen Lebensmittel mit nach Deutschland zu bringen. Dieser Appell richtet sich ebenso an Reisende, denn schon mehrfach wurde das Virus über weite Distanzen durch den Menschen verbreitet, weil kontaminierte Fleischprodukte arglos in der Landschaft entsorgt wurden. Lebensmittel, die Fleisch von betroffenen Schweinen aus von ASP betroffenen Ländern enthalten und nicht ausreichend erhitzt wurden (wie Rohwurst, Schinken, etc.) stellen hierbei ein erhebliches Gefahrenpotential dar. Es bleibt zu betonen, dass die Afrikanische Schweinepest nur Haus- und Wildschweine betrifft und für den Menschen und Haustiere ungefährlich ist.

Auf der Internetseite https://tierseucheninfo.niedersachsen.de/startseite/anzeigepflichtige_tierseuchen/klauentiere/afrikanische_schweinepest/afrikanische_schweinepest/afrikanische-schweinepest-207148.html sind alle Informationen zur ASP und zum Umgang mit der Seuche gebündelt worden.

LPD
Foto: Landpixel




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