Freitag, 13. März 2026

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Arbeitslosenquote steigt vorrangig aufgrund saisonaler Einflüsse

Insgesamt waren im Juli 14.627 Personen im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das sind +352 (+2,5%) gegenüber dem Juni und 921 Menschen (+6,7%) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote steigt zum Vormonat minimal auf 6,5% (Juli 2022: 6,2).

Arbeitslosenzahl:14.627Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):6,5% (6,2%)
ggü. Vormonat:+352/ +2,5%Stellenzugang (ggü. Vorjahresmonat)502 (-40,7%)
ggü. Vorjahresmonat:+921/ +6,7%Stellenbestand (ggü. Vorjahresmonat)3.659 (-2,7%)

Neben der sich abkühlenden konjunkturellen Lage auf dem Arbeitsmarkt ist insbesondere der Anstieg der Arbeitslosigkeit auf die verstärkten Arbeitslosmeldungen von jungen Erwachsenen unter 25 Jahren zurückzuführen. Durch das Ende der schulischen und betrieblichen Ausbildungen nimmt gerade in dieser Altersgruppe die Arbeitslosigkeit vorübergehend stark zu, weil ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung oftmals nicht sofort möglich ist. Die Arbeitslosenzahl der Jugendlichen ist im Vergleich zum Vormonat um 184 auf 1.396 gestiegen (+15,2%). Im Vergleich zum Vorjahr sind 29 junge Menschen mehr arbeitslos gemeldet (+2,1%). Diese Zahlen spiegeln sich vorrangig im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit / Arbeitslosengeld I) wieder.

„Jetzt haben die ortsansässigen Betriebe die Chance, frisch und gut ausgebildete Fachkräfte für sich gewinnen zu können“, erklärt Alexandra Fuchs, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hildesheim. „Eine bessere Möglichkeit, diesen Jugendlichen einen nahtlosen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen, gibt es für die Unternehmen kaum. Gleichzeitig kann so der gestiegenen Fachkräftebedarf für die eigene Zukunft besser gedeckt werden“.

Der Arbeitgeber-Service von Agentur und Jobcenter steht den Arbeitgeber dafür jederzeit beratend und unterstützend unter Tel. 0800 4 555520 zur Seite.

Stellenmarkt

Als ein weiteres Indiz auf eine abschwächende Dynamik am Arbeitsmarkt bewertet die Geschäftsführerin Operativ die deutlich sinkende Anzahl neu gemeldeter Stellen bei der Arbeitsagentur. „Die Arbeitgeber bestimmter Branchen sind aufgrund der anhaltenden konjunkturellen Abkühlung derzeit offenbar vorsichtiger bei Neueinstellungen“, prognostiziert Fuchs. „Es wird jedoch erst in den kommenden Monaten möglich sein, die Entwicklung ohne die saisonalen Einflüsse zu beurteilen und festzustellen, wie sie sich fortsetzen wird“.

Die Unternehmen im Agenturbezirk meldeten dem Arbeitsgeberservice (AG-S) von Arbeitsagentur und Jobcenter insgesamt 502 neue Stellen und damit 345 (-40,7%) weniger, als im Juli 2022. Dieser Rückgang wird insbesondere in den Branchen Gastgewerbe (-74%), Verkehr und Lagerei (-72%), Gesundheits- und Sozialwesen (-31%), Verarbeitendes Gewerbe (-70%), im Gesundheits- und Sozialwesen (-31% und im Handel (-29%) sichtbar. Auch das Angebot von neuen Stellen im Bereich der Zeitarbeit ging deutlich um -59% zurück.

Im Stellenbestand des AG-S waren im vergangenen Monat 3.659 Arbeitsstellen registriert, 101 (-2,7%) weniger als im Vorjahr.

Arbeitslose nach Rechtskreisen

Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (SGB III / Arbeitslosengeld I) stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Juni um 339 (+8,6%) auf 4.266 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg von 189 Personen zu verzeichnen (+4,6%).

Im Bereich der zuständigen Jobcenter (SGB II / Grundsicherung) stieg ebenfalls die Anzahl der Arbeitslosen zum Vormonat minimal um 13 auf 10.361 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr ergeben sich damit 732 arbeitslose Personen mehr (+7,6%).

Unterbeschäftigung

Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Personen dazu, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind[1]. Im Juli waren nach vorläufigen Angaben 18.061 Menschen unterbeschäftigt, +367 Personen gegenüber dem Vormonat und +1.300 im Vergleich zum Juni des Vorjahres (+7,8%).

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des neuen Berufsberatungsjahres im Oktober 2022 meldeten sich bei der Arbeitsagentur 2.311 Bewerberinnen und Bewerber für Berufsausbildungsstellen, insgesamt 98 (+4,4%) mehr als im Vorjahreszeitraum. Zugleich wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter 2.171 freie Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, 60 Stellen (-2,7%) weniger im Vergleich zum Vorjahr.

Zum aktuellen Statistikzeitraum Juli waren noch 726 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz, 32 Personen (-4,2%) weniger, als im Vorjahr. Demgegenüber standen 987 unbesetzte Ausbildungsstellen, 102 (-9,4%) weniger als im Juli 2022.

Entwicklungen der Arbeitslosenzahlen im Agenturbezirk

Grafik: Die rote Linie zeigt die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen von Juli 2022 bis Juli 2023. Die blaue die des Vorjahres.

Entwicklung in den Landkreisen und Geschäftsstellen

Agentur für Arbeit Hildesheim gesamt:  14.627 / 6,5% (Vorjahr: 6,2%)

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