Einladung zur Ausstellungseröffnung Deutsche aus Russland
Am Montag, dem 25. November 2024, wird die Wanderausstellung Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart um 17:30 Uhr im Hildesheimer Rathaus (Markt 1, 31134 Hildesheim) eröffnet.
Die Wanderausstellung Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart informiert bundesweit über Kernpunkte russlanddeutscher Geschichte. Ziel der Ausstellung ist es, Vorurteile abzubauen und die Akzeptanz für eine der größten Einwanderungsgruppen in Deutschland zu verbessern. Die Wanderausstellung wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. (LmDR) mit Sitz in Stuttgart konzipiert und wird mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) realisiert.
Die Ausstellung kann vom 26. November bis zum 30. November 2024 im Hildesheimer Rathaus zu den geltenden Öffnungszeiten besucht werden.
Der Eintritt ist frei. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sowie Schulklassen und Gruppen sind herzlich eingeladen, sich über die Geschichte und Gegenwart der Deutschen aus Russland zu informieren.
Schlaglichter russlanddeutscher Geschichte
Mit dem Einladungsmanifest vom 22. Juli 1763 löste Katharina II. eine große Migrationsbewegung deutscher Bauern und Handwerker in das Russische Reich aus. Getrieben von wirtschaftlicher Not, politischer Unterdrückung und Hunger versprach die Zarin deutschsprachigen Einwanderern großzügige Privilegien: Steuerbefreiung, Autonomie, Glaubensfreiheit und Landbesitz. Mit Erfolg: Ab 1764 entstanden zahlreiche deutsche Siedlungen an der Wolga, im Schwarzmeergebiet und in Wolhynien.
Zwei blutige Weltkriege sowie die daraus resultierenden Konflikte trafen die Nachfahren deutschsprachiger Auswanderer hart. Bereits der Vorwurf der Zusammenarbeit mit Deutschland genügte als Rechtfertigung für Pogrome, Deportationen, Enteignungen.
Faktisch entrechtet, verließen viele Deutsche die Sowjetunion und ihre Nachfolgestaaten und kehrten in das Land ihrer Vorfahren zurück.
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Foto: Hildesheimer Presse
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