Samstag, 14. März 2026

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Randnotiz Hildesheim erhebt erneut Vorwürfe gegen DB-Sicherheit am Hauptbahnhof

Die Selbstorganisation Randnotiz Hildesheim berichtet von einem weiteren Vorfall mutmaßlicher körperlicher Gewalt durch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Deutschen Bahn am Hildesheimer Hauptbahnhof. Nach Angaben der Initiative soll es am Samstag, 20. Dezember 2025, gegen 18 Uhr zu einem gewaltsamen Übergriff auf einen Mann mit Behinderung gekommen sein.

Nach Schilderungen von Augenzeuginnen und Augenzeugen habe sich der Vorfall etwa 50 Meter vom hinteren Ausgang des Hauptbahnhofs, im Bereich der Kreuzung Peiner Straße / Altes Dorf, ereignet. Demnach sei der Mann zuvor aus dem Bahnhofsbereich gedrängt worden. Im weiteren Verlauf soll es zu einem Streit gekommen sein, in dessen Folge ein Mitarbeiter des DB-Sicherheitsdienstes den Mann so heftig geschlagen habe, dass dieser zu Boden ging. Nach Angaben von Randnotiz Hildesheim sei keine medizinische Hilfe gerufen worden.

Besonders schwer wiegt aus Sicht der Initiative der Umstand, dass es sich nach eigenen Recherchen um dieselben Sicherheitsmitarbeiter handeln soll, die bereits am 29. November 2025 in einen weiteren Vorfall verwickelt gewesen seien. Damals habe Randnotiz Hildesheim eine Beschwerde bei der Pressestelle der Deutsche Bahn sowie bei der zuständigen Stelle in Hannover eingereicht. Die Bahn habe daraufhin erklärt, den Vorfall intern zu prüfen, unnötige Gewalt nicht zu tolerieren und weitere Schulungen im deeskalierenden Verhalten vorzunehmen.

Randnotiz Hildesheim zeigt sich angesichts des nun gemeldeten erneuten Vorfalls irritiert und kritisiert, dass es trotz Videoüberwachung am Bahnhof nicht zu einem Einschreiten gekommen sei. Zudem werde bemängelt, dass sich nach Aussagen von Zeugen niemand um das Opfer gekümmert habe. Ob der Betroffene später Unterstützung erhalten habe oder Anzeige erstattet wurde, ist laut der Initiative bislang nicht bekannt.

Die Organisation sieht in den Vorfällen ein strukturelles Problem im Umgang mit armutsbetroffenen, wohnungslosen sowie mehrfach marginalisierten Menschen. In der Mitteilung heißt es, dass wiederholte Gewaltereignisse und mangelnde Aufklärung das Vertrauen in staatliche und staatlich beauftragte Institutionen weiter schwächten.

Randnotiz Hildesheim fordert eine konsequente und transparente Aufklärung der Vorfälle sowie personelle Konsequenzen. Zugleich ruft die Initiative mögliche weitere Zeuginnen und Zeugen dazu auf, sich zu melden und entsprechende Aussagen zu machen. Auch mehr Zivilcourage im öffentlichen Raum sei notwendig, um Gewalt nicht unwidersprochen hinzunehmen.

HP
Foto: Hildesheimer Presse

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