DGB: Equal Pay Day 2026 – Das Arbeitsjahr 2025 endet für Frauen am 27. Februar 2026 – Eine Ungerechtigkeit, die wir nicht akzeptieren
„Während wir beharrlich gegen die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern und ihre Ursachen kämpfen, rennt die Union exakt in die falsche Richtung. Statt die Gleichstellung voranzutreiben, rüttelt sie am 8‑Stunden‑Tag sowie am Recht auf Teilzeit. Das ignoriert die Realität der Beschäftigten, vor allem die der Frauen. Moderne Arbeitsmarktpolitik geht anders– das ist Rückschritt mit Ansage!“ sagt Ute Neumann, Regionsgeschäftsführerin in der DGB-Region Niedersachsen Mitte.
Frauen verdienen in Deutschland noch immer 16 Prozent weniger als Männer. Die Lohnlücke sei kein Naturgesetz. Sie sei das Ergebnis struktureller Ungleichheit: ungleich verteilte Sorgearbeit, Teilzeitfalle und fehlende Betreuungsangebote für Kinder bis ins Schulalter sowie für Menschen mit Unterstützungsbedarf seien maßgebliche Ursachen des Gender Pay Gap.
Selbst bei gleicher Arbeit erhalten Frauen im Durchschnitt 6 % weniger Lohn. Hier gehe es um nichts anderes als Entgelt-Diskriminierung. Für mehr Gerechtigkeit auf dem Lohnzettel brauche es Transparenz. Die EU habe dafür einen Rahmen vorgegeben, der bis Mitte 2026 auch in deutsches Recht umgesetzt werden müsse. Werden die EU-Vorgaben in Deutschland Gesetz, seien die Arbeitgeber endlich in der Pflicht, ihre Entgeltpraxis zu überprüfen, Benachteiligungen aufzudecken und sie zu beseitigen.
„Wir unterstützen das Equal Pay Day Bündnis in Hannover für Niedersachsen und die landesweite Veranstaltung am 27.02.2026“, so die Regionsgechäftsführerin. Ab 13:15 Uhr gibt es am Kröpcke Raum für Gespräche, Spiele und Poetry.
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