Konjunktur: Noch keine Abkühlung in Sicht

HILDESHEIM. „Entgegen der vielfältigen Abkühlungsprognosen besteht für die Handwerksbetriebe im Kammerbezirk aktuell kein Grund für Schwarzmalerei“, ist sich Kammerpräsident Delfino Roman sicher. Zwar sei die deutsche Wirtschaft im Jahr 2018 etwas langsamer als in den Vorjahren gewachsen, ein Umsatzwachstum von bis zu 4 % bei einem leichten Beschäftigungsplus sei aber auch 2019 realistisch. Positiv auf die Grundstimmung der Betriebe wirkte sich im vergangenen Quartal vor allem die anhaltende gute Produktions- und Umsatzentwicklung aus, die 17 % der Befragten verzeichnen konnten. Die Auslastung des Personals entspannte sich dabei allerdings nur leicht. Rund 50 % der Betriebe gaben an, voll ausgelastet zu sein und mit Überstunden zu arbeiten. „Weiterhin gilt, dass Kunden eine Wartezeit von bis zu 9 Wochen für Handwerksleistungen einplanen sollten. Dies ändert sich auch im ersten Quartal 2019 nicht. Davon ausgenommen sind selbstverständlich dringende Reparaturen und Notfälle“, sagt Roman.

Die anhaltende stabile Geschäftslage mit niedrigen Zinsen und attraktiven Krediten eigne sich hervorragend für Investitionstätigkeiten. Die Modernisierung in den Betrieben sei darüber hinaus gerade jetzt strategisch sinnvoll, um sich auf schlechtere Zeiten vorzubereiten, so der Präsident. Zu jeder Investition, ganz gleich welchen Bereich der Digitalisierung oder Automatisierung sie betrifft, gehöre selbstverständlich auch, die Mitarbeiter mitzunehmen und zu beschulen. Dazu Roman: „Vielen Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhabern fällt es aufgrund der betrieblichen Auslastung zeitlich nicht immer leicht, passende Zeitfenster für Fortbildungen zu finden. Aber insbesondere in einer Zeit der digitalen Umbrüche und neuen Technologien, ist es für das gesamte Handwerk jetzt von essentieller Bedeutung sich fortzubilden.“

Im Regionalvergleich verlief die konjunkturelle Entwicklung in Northeim am besten. Das Osteroder Handwerk wies ebenfalls eine überdurchschnittliche Entwicklung auf. Die Konjunktur in Hildesheim und Holzminden konnte aufholen. Das Göttinger Handwerk stand in den vergangenen Quartalen oft an der regionalen Spitze und lag nun konjunkturbedingt hinter den anderen Regionen.

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