Günstige Freizeit für Familien

HILDESHEIM. Raus aus dem Campus, rein in das Leben: Praxissemester sollen Studierenden praktische Erfahrungen vermitteln. Dieses Ziel haben sich auch fünf Studierende der Universität Hildesheim umgesetzt. Gemeinsam mit der Stiftung „Familien in Not“ (FiN) haben sie die wichtigsten Freizeitangebote für Familien mit Kindern zusammengestellt. Wichtig: Die Angebote belasten den Geldbeutel der Familien nur mit kleinen Beträgen. Denn bei einer Familie mit mehreren Kindern kann der Besuch eines Freizeitparks schnell ein großes Loch in die Familienkasse reißen.

Gisela Sowa (von links) von der Stiftung „Familien in Not“ mit Svenja Schulze, Francesca Lissel, Kristin Karger und Franziska Oltrogge sowie Pascal Petan (hinten). Die Studierenden haben Freizeitangebote für Familien zusammengetragen

Das Wintersemester haben die fünf Studierenden der Sozial- und Organisationspädagogik genutzt, um neben Vorlesungen, Seminaren und Klausuren Freizeitangebote in einer Informationsbroschüre zusammenzufassen. „Wir haben einen Flyer entwickelt, um Angebote für einen günstigen Preis zusammenzustellen“, erzählt Franziska Oltrogge. Verteilt werden die Flyer in diesen Tagen in Kitas, Grundschulen, im Sozialamt und in Familienbüros in einer Auflage von 5000 Stück.

Zu den Aufgaben der Arbeitsgruppe zählte auch der Kontakt mit Sponsoren. So ist es gelungen, die Bürgerstiftung Hildesheim, die Johannishof-Stiftung und die Jugendstiftung der Sparkassen für das Projekt zu begeistern. „Im Rahmen der Projektarbeit ist Flexibilität notwendig“, erklärt Pascal Petan. Gerade im Umgang mit den Sponsoren konnten die Studierenden wichtige Erfahrungen sammeln. Svenja Schulze: „Man muss das als Prozess sehen. Wir haben erst im Laufe des Semesters gemerkt, was geht und was nicht geht.“
Partner der Gruppe war die Stiftung „Familien in Not“, die Eltern mit Kindern sowie Jugendliche und Heranwachsende unterstützt, die aufgrund von persönlichen Belastungen oder Schicksalen wie Krankheit, Verlust eines Familienmitglieds oder Arbeitslosigkeit in Not geraten sind. Wer sich an die Stiftung wendet, findet dort Unterstützung in schwierigen Lebenslagen auch jenseits finanzieller Hilfen. Gisela Sowa von FiN: „Für die Studierenden war es eine wichtige Erfahrung, auch mit Rückschlägen, Widersprüchen und Ablehnung umzugehen.“

Schließlich könne man mit etwas Zeitaufwand alle Informationen auch im Internet recherchieren, merkten einige Ansprechpartner kritisch an. Doch eben bisher noch nicht an einem Punkt zusammengefasst finden. Gisela Sowa: „Am Ende ist die Begeisterung für das Projekt auf die Partner übergesprungen.“

Der Studiengang Sozial- und Organisationspädagogik beschäftigt sich über die Sozialarbeit hinaus mit der Organisation sozialer Einrichtungen. Wie sind im Sozialen tätige Unternehmen, Stiftungen oder Vereine aufgestellt? Studentin Kristin Karger: „Wir lernen, hinter die Kulissen der Arbeit zu blicken.“ Und das ist in dem Projektsemester wohl auch gelungen. Gisela Sowa: „Das war eine echte Feldarbeit. Die Teilnehmenden haben Hildesheim kennengelernt.“

Info:
Der Flyer ist auch auf der Internetseite der Stiftung „Familien in Not“ einsehbar unter www.fin-hildesheim.de/freizeit.

Andreas Mayen
Foto: Andreas Mayen

Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Ist dieser in dem Beitrag nicht erwähnt, so kann dieser bei der Redaktion angefragt werden. Bildrechte werden, wenn bekannt, gesondert aufgeführt. Allgemeinbilder zur Untermalung stammen in der Regel von: Celler-Presse.de oder Pixabay.com.