Einsatz gegen multiresistente Keime in der Pflege

HANNOVER. Der Umgang mit multiresistenten Keimen stellt Pflegefachpersonen täglich vor große Herausforderungen. Am 21.05. hat die Pflegekammer Niedersachsen zum ersten Mal an einer Sitzung der „MRE-Netzwerke in Niedersachsen“ in Hannover teilgenommen. Ziel der Netzwerkarbeit ist es, multiresistente Erreger (MRE) einzudämmen. Herkömmliche Antibiotika sind gegen multiresistente Keime häufig wirkungslos. „Multiresistente Keime sind noch immer eine große Gefahr für Patienten, aber auch für Pflegefachpersonen. Im Einsatz gegen die Erreger ist ein starkes Netzwerk und die Expertise der Pflegefachkräfte unverzichtbar“, sagt Nora Wehrstedt, stellvertretende Kammerpräsidentin.

Pflegefachpersonen übernehmen eine Schlüsselposition, indem sie multiresistenten Keimen vorbeugen und betroffene Personen versorgen. Die Pflege von Patienten mit multiresistenten Keimen ist zeitaufwändig, erfordert Fachkenntnisse und ist mehr als nur Hygiene. Die Pflegekammer setzt sich dafür ein, die berufliche Situation der Pflegefachpersonen in Niedersachsen nachhaltig zu verbessern. „Der Mehraufwand an pflegerischen Leistungen sollte abbildbar sein. Wir brauchen Klarheit, welche Aufgaben die Pflegefachpersonen in diesem Bereich übernehmen“, fordert Wehrstedt. Der Anteil an Information und Beratung von Patienten und deren Angehörigen sei enorm und dürfe nicht außer Acht gelassen werden. „Die Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag anspruchsvolle Arbeit, die nicht durch Hilfskräfte ersetzt werden kann“, betont Wehrstedt.

Multiresistente Erreger sind vor allem für abwehrgeschwächte und chronisch kranke Patienten eine große Gefahr. Resistente Keime kommen besonders häufig in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen vor. Sie zählen daher im Volksmund zu den sogenannten Krankenhauskeimen.

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