Die Probleme der Windkraft müssen gelöst und nicht ausgesessen werden

NIEDERSACHSEN. Im Jahr 2019 wurden so wenige Windkrafträder fertiggestellt wie seit 20 Jahren nicht mehr. In sechs Bundesländern ist die Zahl der neugebauten Windkraftanlagen sogar bei Null angekommen. In Niedersachsen wurden dieses Jahr erst 13 neue Anlagen gebaut.

Dazu Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der Niedersächsischen LINKEN: „Die Energiewende wird eine der wichtigsten Herausforderungen der nächsten Jahre sein und wir als LINKE, werden konsequent eine soziale Energiewende vorantreiben. Dieses Ziel kann nicht gelingen, wenn wir bei der Windkraft anfangen zu bremsen! Wenn wir bis 2040 zu 100% auf erneuerbare Energien umstellen wollen, muss der Neubau wieder angekurbelt werden. Bürgerbeteiligung ist hier das A und O. Die Menschen müssen früh eingebunden werden. Dies ist z.B. durch die Bildung von Windkraft-Genossenschaften möglich, bei denen die Genossinnen auch an den Gewinnen beteiligt werden. Auch eine Konzessionsabgabe, die die Kommunen an den Profiten der Anlagenbetreiberinnen beteiligt, ist denkbar.“

Ihr Co-Vorsitzender Lars Leopold ergänzt: „Das Land ist hier aufgefordert, den Kommunen ausreichend Flächen für den Bau von Windenergieanlagen zur Verfügung zu stellen. Dadurch entlasten wir die Kommunen auch finanziell, was wiederum zur höheren Akzeptanz dieser Energieform beitragen würde.“ Weiter fordert Leopold die Bundesregierung zu Korrekturen am EEG auf: „Das Erneuerbare Energien Gesetz der Bundesregierung war fehlerhaft und muss sofort behoben werden. Durch Lücken im Gesetz, die von den Investor*innen ausgenutzt wurden, ergibt sich jetzt eine gewaltige Baulücke. Der Bund muss das Gesetz korrigieren und Sonderausschreibungen zulassen! Nur so können wir die Fertigstellung neuer Windkraftanlagen wieder anstoßen!“

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