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Gemeinsam Menschen schützen – Die Malteser schränken ihre Tätigkeiten in vielen Bereichen ein

HILDESHEIM/CELLE. Die Malteser in der Diözese Hildesheim reduzieren angesichts der Corona-Pandemie ab Mittwoch, 18. März 2020, ihre Aktivitäten deutlich. Wo möglich, sollen Besuchsdienste auf Telefon umgestellt werden. Alle Maßnahmen gelten zunächst bis zum Sonntag, 19. April 2020.

Die Malteser beschränken ihr Handeln derzeit auf jene Dienste, in denen sie unmittelbar medizinisch tätig sind, beziehungsweise eine Grundversorgung garantieren: Rettungsdienst, Katastrophenschutz, Fahrdienst, Menüservice und Hausnotruf. „Wenn der Hausnotruf ausgelöst wird, sind unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Stelle: Direkt am Telefon oder – falls nötig – persönlich, um beim Kunden nach dem Rechten zu sehen und zu helfen“, verspricht Jörg Watermann, Leiter Hausnotruf der Malteser in der Diözese Hildesheim.

Geöffnet bleibt die Malteser-Ambulanz im Grenzdurchgangslager Friedland. Auch der Kältebus der Malteser in Hannover wird wie geplant noch bis Ende des Monats jeweils donnerstags Obdachlose in Hannover mit warmer Suppe und Kaffee versorgen, allerdings unter verschärften Hygienestandards.

Sämtliche Ausbildungsaktivitäten sind dagegen abgesagt, das betrifft die Ausbildung in Erster Hilfe an den Standorten Braunschweig, Buxtehude, Celle, Göttingen, Hannover, Hildesheim und Wolfsburg. Im Zusammenhang damit fallen interne Veranstaltungen wie Gruppen- und Gesprächsabende der Ehrenamtlichen aus.

Bis mindestens nach Ostern bleibt auch die Ambulanz der Malteser Migranten Medizin (MMM) Hannover – Medizin für Menschen ohne Krankenversicherung – geschlossen.

Eingestellt werden zudem die folgenden Malteser-Dienste: Herzenswunsch-Krankenwagen, Besuchs- und Betreuungsdienste im sozialen Ehrenamt, Hospiz- und Trauerarbeit sowie der Integrationsdienst in Celle. Betroffen sind auch die gesamte Jugendarbeit und der Schulsanitätsdienst. Geschlossen bleiben darüber hinaus der Kinderladen in Gifhorn sowie der Malteserladen in Hildesheim. Beide Malteser-Kindergärten in Buxtehude und die Tagepflege der Malteser für Menschen mit demenziellen Erkrankungen in Duderstadt werden geschlossen.

Um den bisher besuchten und begleiteten Personen trotzdem so weit möglich zur Seite zu stehen, wollen die Malteser zum Beispiel verstärkt das Telefon nutzen. „Gerade für ältere und alleinlebende Menschen ist es jetzt schwierig. Sie freuen sich über den persönlichen und direkten Kontakt. Das müssen wir jetzt leider ändern“, bedauert Dr. Christoph Mock, Leiter des sozialen Ehrenamtes der Malteser in der Diözese Hildesheim. Nach seinen Worten haben die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dennoch ein offenes Ohr für die Sorgen der Betroffenen und fragen, falls möglich, ob die Malteser ihnen zum Beispiel mit einem Einkauf oder einem häufigeren Anruf helfen können.

„Im Moment müssen wir alles tun, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen“, sagt Raphael Ebenhoch, Geschäftsführer der Malteser in der Diözese Hildesheim. „Damit schützen wir nicht nur die uns Anvertrauten, von denen viele schon älter sind, sondern auch unsere haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter“, so Ebenhoch weiter.

PR




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