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Anfrage zum digitalen Unterricht an Schulen

HILDESHEIM. In Vorbereitung eines möglichen Antrags fragen die Grünen nach dem Stand der Versorgung von Haushalten schulpflichtiger Kinder, insbesondere Hildesheimer Grundschülerinnen- und schüler mit mobilen digitalen Endgeräten. Der Zugang zu mobilen Endgeräten ist für diese Schülerinnen und Schüler die Voraussetzung zur chancengleichen Teilnahme an der digitalen Form des Unterrichts – besonders in Krisenzeiten wie der gegenwärtigen.

Das Kultusministerium Niedersachsen hat den Schulträgern angeboten, für die Phase der Corona-bedingten (Teil)Schließungen der Schulen aus Mitteln des „Digital Paktes Schule“ vorrangig schuleigene mobile Endgeräte anzuschaffen, die die Schulen an betroffene Haushalte verleihen.

Die Grünen fragen:

  1. Wieweit ist dies von der Stadt umgesetzt worden?

Der Mangel an Zugriff auf mobile Endgeräte betrifft insbesondere Härtefälle in weniger begünstigten Familien, sogenannte ‚Brennpunktschulen‘. So betrifft dies, nach Rückmeldung des Schulleiters der GS Nord, 40% – 50 % der Haushalte, deren Kinder die Schule besuchen, dazu gehört z. B. die Flüchtlingsunterkunft Senkingstraße. Den gleichen Mangel, in etwas geringerem Maße, meldet auch die stellvertretende Leiterin der GS Alter Markt.

Desgleichen weisen beide Schulleitungen darauf hin, dass die mit dem Digitalpakt einhergehende technologische Ausstattung der Klassenräume mit Beamern und Dokumentenkameras noch nicht in ausreichender Weise besteht (obwohl Medienkonzepte der Schulen eingereicht wurden).
Die von der Stadt vorgelegten Zahlen zu Schuleingangsuntersuchungen in der Nordstadt weisen auf ein deutliches Defizit bzgl. des Lernstandes von Grundschülerinnen und -schülern hin. Umso wichtiger ist die Gewährleistung einer digitalen Chancengleichheit zwischen den verschiedenen Grundschulen – insbesondere zur Krisenzeit, in der die Kinder (trotz Versorgung mit Lernpaketen seitens der Schulen) stark auf das individuelle Engagement im Elternhaus angewiesen sind.

  1. Wie ist hier der Stand zur Erfüllung des Digitalpaktes von Seiten des Schulträ-gers zu vermelden?
  2. Welche Zeitschiene verfolgt der verantwortliche Schulträger, die Stadt Hildes-heim, für die Umsetzung des Digitalpaktes in den genannten Grundschulen?
  3. Teilt die Verwaltung die Einschätzung eines besonderen digitalen Förderbe-darfs für Grundschülerinnen- und schüler bei Familien mit unzureichenden di-gitalen Zugängen?

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