JoWiese: Energetisch saniert für verbesserten Klimaschutz

HILDESHEIM. Das städtische Freibad JoWiese ist – aufgrund der Corona-Pandemie zwar verspätet und mit Einschränkungen – mit einigen klimaschonenden Neuerungen in die Saison 2020 gestartet: Um den Energieverbrauch und den damit verbundenen CO2-Ausstoß im Freibad nachhaltig zu senken, hat die Stadt Hildesheim mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) mehrere energetische Sanierungen umgesetzt. So verfügt das Schwimmerbecken nun über eine Beckenabdeckungsanlage (Kosten rund 150.000 Euro), zudem wurde eine dachinstallierte Solarabsorberanlage (Kosten rund 125.000 Euro) zur Beckenwassererwärmung installiert.

Nach Beendigung der Saison folgt zudem noch eine ebenfalls dachinstallierte Photovoltaikanlage (Kosten rund 100.000 Euro). Knapp 180.000 Euro der Finanzierung stammen aus Fördermitteln. „Mit diesen Maßnahmen leistet die Stadt Hildesheim gemäß ihrer strategischen Ausrichtung nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, sondern sorgt auch für eine verbesserte Aufenthaltsqualität der Jo-Wiesen-Gäste. Und ganz nebenbei werden auch die Betriebskosten noch nachhaltig gesenkt”, erklärt Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer. Insgesamt werden mit der energetischen Sanierung jährlich knapp 125 Tonnen CO2 eingespart.

So können mit der Beckenabdeckung erhebliche Energiekosteneinsparungen erzielt werden. Des Weiteren wird die Verdunstung von aufbereitetem Badewasser minimiert. Da der bauliche Aufwand für eine hydraulisch versenkbare Anlage für ein Bestandsbecken sehr hoch ist, wurde eine mobile auf Schienen geführte Abdeckung realisiert. Vorteil dieser Anlage sind die geringeren Investitionskosten sowie die optisch akzeptable Unterbringung der Anlage in einer Einhausung aus Stahlbeton-U-Steinen.

Die neue Solarabsorberanlage zur Beckenwassererwärmung bietet sich bei einem Freibad besonders an, da das Energieangebot der Sonne mit der Nutzung zusammenfällt. Das Prinzip einer solaren Freibadheizung ist vergleichsweise einfach: Spezielle Solarmatten, bestehend aus dicht nebeneinanderliegenden oder verbundenen Röhrchen, wurden auf einer geeigneten Dachfläche verlegt und an Sammelrohre angeschlossen. Die Anlagen werden vom Schwimmbadwasser durchströmt und geben die Wärme direkt an das Schwimmbadwasser ab. Über einige Tage kann die gewonnene Wärme im Schwimmbecken gespeichert werden, insbesondere wenn in Zeiten hoher Einstrahlung höhere Beckentemperaturen zugelassen werden.

Auch für die geplante Photovoltaikanlage gilt, dass das Energieangebot der Sonne mit der Nutzung als Freibad zusammenfällt. Zu viel produzierter Strom, zum Beispiel außerhalb der Betriebszeiten, wird ins Stromnetz eingespeist und vergütet.

Die Vergütung liegt jedoch deutlich unter den Strombezugskosten. Die Anlage wird auf dem Dach des Kanuzentrums installiert. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt Hildesheim für rund 170.000 Euro die Duschen der Jo-Wiese modernisiert und zudem 120.000 Euro in eine neue Rutsche, die derzeit aufgrund von Corona leider nicht betrieben werden kann, investiert.

Hinweise für Badegäste

Aufgrund der Corona-Pandemie und der zur Eindämmung nötigen Maßnahmen werden an Schönwettertagen mit zu erwartendem hohem Besucheraufkommen  zwei Desinfektions- und Reinigungspausen eingeführt. Der Besuch der JoWiese wird dann in drei Zeitfenstern möglich sein:

Montag bis Freitag: 6 bis 10 Uhr, Desinfektions- und Reinigungspause, 11 bis 13 Uhr, Desinfektions- und Reinigungspause, 14 bis 20 Uhr (letzter Einlass um 19.30 Uhr)

Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen: 7 bis 10 Uhr, Desinfektions- und Reinigungspause, 11 bis 13 Uhr, Desinfektions- und Reinigungspause, 14 bis 20 Uhr (letzter Einlass um 19.30 Uhr)

Einlass ist dann jeweils bis eine halbe Stunde vor Ende des jeweiligen Zeitfensters, an dessen Ende die Badegäste per Lautsprecher-Durchsage zum Verlassen des Geländes aufgefordert werden. „So können wir vielen Gästen (max. 800 gleichzeitig) den Besuch des Freibades ermöglichen und haben zudem die Möglichkeit, durch die Desinfektionspausen für ausreichend Hygiene zu sorgen”, erklärt Bad-Betreiber Matthias Mehler (Geschäftsführer Werftengruppe).

Die Abstandsregeln und die Besucherfrequenz werden vom Aufsichtspersonal kontrolliert. Der Ein- und Ausgang ist grundsätzlich nur am Haupteingang möglich. Gäste mit einer Saison-Karte können direkt durch das Einlass-System durchgehen und werden über kontaktloses Einscannen der Tickets erfasst. Die Gästeregistrierung für Gäste mit Einzelticket erfolgt mittels Handzettel. Beim Verlassen des Bades verliert dieses seine Gültigkeit. Der Zutritt ist Kindern bis zum vollendeten 12. Lebensjahr nur in Begleitung mindestens einer erwachsenen Person gestattet, das Planschbecken ist bis auf Weiteres gesperrt.

„Wir werden an Schönwettertagen die Gäste immer über die Social-Media-Kanäle, Pressemitteilungen und Aushänge im Bad über die aktuelle Lage informieren”, so Mehler.

Weitere Informationen zur JoWiese, zu Öffnungszeiten, Preisen und Events sind unter www.jowiese.de erhältlich.

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