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Landarztquote allein wird Versorgungsprobleme im ländlichen Raum nicht lösen!

NIEDERSACHSEN. „Tausende Hausärztinnen und Hausärzte werden in den kommenden Jahren in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Das wird gerade auf dem Land zu Versorgungsengpässen führen. Deshalb ist es gut, dass sich die Landesregierung auch endlich der Thematik annimmt und eine Landarztquote auf den Weg bringen will. Besser spät als nie. Doch die Schaffung von 60 neuen Studienplätzen mit Bindung an den ländlichen Raum, reicht bei weitem nicht aus, die tickende Zeitbombe bei der hausärztlichen Versorgung zu entschärfen“, kritisiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, den Vorstoß der Landesregierung. Leopold weiter, „Feste Quoten allein sind ohnehin kein Allheilmittel, wenn der ländliche Raum für junge Ärztinnen und Ärzte einfach keine Perspektive bietet. Deshalb müssen wir den ländlichen Raum endlich wieder besser anbinden und attraktiver gestalten.

DIE LINKE fordert deshalb mehr poliklinische Strukturen z.B. in Form von Ärztehäusern oder Gesundheitszentren. Nicht nur auf dem Land könnten Polikliniken mittelfristig zu einem Rückgrat der ambulanten Versorgung werden. Sie ermöglichen nicht nur eine moderne, interdisziplinäre Behandlung, sondern entsprechen auch dem Wunsch vieler junger Ärztinnen und Ärzte nach einer sicheren und flexiblen Anstellung. Weitere Maßnahmen, um gerade ländliche Gebiete für Ärztinnen und Ärzte attraktiver zu machen, könnten beispielsweise finanzielle Unterstützung bei einer Praxisgründung oder besser noch kommunale Arztpraxen sein. Darüber hinaus braucht es deutlich mehr Studienplätze für Medizin. Über kommunale oder landesweite Stipendien für Studierende kann gezielt Nachwuchs gefördert werden, der dann Praxen im ländlichen Raum übernimmt. Es gibt viele Möglichkeiten – nur die Schaffung von 60 Landarzt-Plätzen, die bei dem langen Studium ohnehin erst in einigen Jahren zum Tragen kommen, ist reine Symbolpolitik.“

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