AWO kritisiert: Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft ist lebensfern
Eine neue Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) kommt zu dem Schluss, dass die Pflege von Angehörigen nicht zu einer signifikant höheren Armutsgefährdungsquote führe. Das kommentiert Kathrin Sonnenholzner, Präsidentin der Arbeiterwohlfahrt (AWO):
„Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft kommt in einer neuen Studie zu dem merkwürdigen Schluss, dass pflegende An- und Zugehörige für ihr Engagement zwar empfindliche Einkommenseinbußen hinnehmen müssen, die Differenz aber „ökonomisch unbedeutend“ sei. Zynischer und mehr an der Lebensrealität der von Pflege betroffenen Menschen vorbei geht es fast nicht. Denn die durchschnittliche Armutsgefährdung wird schlicht kleingerechnet. So werden zum Beispiel die Daten junger Männer einbezogen, die in der Regel am wenigsten familiäre Sorgearbeit übernehmen. Statt Kürzungsdebatten am Sozialstaat, die unsere Gesellschaft spalten, brauchen wir wieder mehr Solidarität! Fangen wir heute mit etwas Wertschätzung für pflegende An- und Zugehörige an.“
PR
Foto: AWO Bundesverband
Diese Seite zeigt gesponsorten Marketing-Inhalt, Quell- und Informationslinks sowie extern eingespielte Banner und Flash-Anzeigen.
Anzeige



