Nach Flucht aus JVA Celle: Gefangener in Norditalien gefasst
Der aus der Justizvollzugsanstalt Celle entwichene Strafgefangene ist wieder in Gewahrsam. Wie das Niedersächsische Justizministerium mitteilte, wurde der Mann in der italienischen Region Venetien festgenommen.
Der 42-Jährige war am 16. Juni 2026 während eines begleiteten Ausgangs in Peine geflüchtet. Nach den bisherigen Erkenntnissen hielt er sich gemeinsam mit einem Bediensteten der JVA Celle an der Wohnanschrift seiner Mutter auf. Dort soll er gegen 14.30 Uhr einen unbeobachteten Moment genutzt haben, um sich mit einem in einer Garage abgestellten Motorrad zu entfernen.
Die unmittelbar nach seinem Verschwinden eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen führten zunächst nicht zum Erfolg. Seitdem galt der Mann als flüchtig.
Der Gefangene verbüßt seit Oktober 2010 eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes und versuchter schwerer Vergewaltigung. Das Landgericht Hildesheim hatte darüber hinaus die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Im Mai 2025 setzte die zuständige Strafvollstreckungskammer eine Mindestverbüßungsdauer von insgesamt 19 Jahren fest.
Nach Angaben des Niedersächsischen Justizministeriums war der Flucht ein langjähriger Verlauf beanstandungsfreier Ausgänge vorausgegangen. Der Ausgang am 16. Juni war bereits der 38. begleitete Ausgang des Gefangenen seit September 2023. Die vorherigen Ausgänge verliefen ohne besondere Vorkommnisse.
Niedersachsens Justizministerin Dr. Kathrin Wahlmann dankte nach Bekanntwerden der Festnahme den beteiligten Einsatzkräften. „Ich bedanke mich bei allen beteiligten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten für ihren Einsatz“, erklärte die Ministerin.
Weitere Informationen zu den Umständen der Festnahme sowie zum weiteren Vorgehen der Behörden wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Redaktion
Hildesheimer Presse
Foto: Celler Presse (Symbolbild)
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