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Gefahrenquelle Impfmüdigkeit: 18 Prozent der kleinen Niedersachsen nicht gegen Masern geimpft

HILDESHEIM/NIEDERSACHSEN. Der BARMER Arzneimittelreport hat es ans Licht gebracht: Anhand von Abrechnungsdaten konnten Wissenschaftler zum ersten Mal ermitteln, wie der Impfstatus bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland tatsächlich aussieht. Dabei stellte sich heraus, dass die Impflücken größer sind als bisher angenommen. „Im Jahr 2017 waren bundesweit knapp 166.000 Zweijährige ohne vollständigen Masern-Impfschutz, davon 18 Prozent dieser Altersgruppe in Niedersachsen und 23 Prozent in Bremen“, sagt Daniel Oppermann, Regionalgeschäftsführer der BARMER in Hildesheim. Rund 26.000 Mädchen und Jungen im Alter von zwei Jahren wurden überhaupt nicht geimpft, vier Prozent der Gruppe in Bremen und drei Prozent in Niedersachsen. Die Experten der sogenannten Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfehlen bereits seit Längerem in den ersten beiden Lebensjahren eine Immunisierung gegen die 13 wichtigsten Infektionskrankheiten wie etwa Röteln, Masern, Mumps, Keuchhusten oder Diphtherie.

Herdenimmunität nicht erreicht
Masern zum Beispiel sind eine extrem ansteckende Erkrankung, die noch im Jahr 2017 laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation global 110.000 Todesopfer forderte. Vor allem Kinder unter einem Jahr sind daran gestorben. Umgekehrt konnten seit der Jahrtausendwende weltweit etwa 21 Millionen Todesfälle durch Impfungen gegen Masern verhindert werden. Impfen schützt also nachweislich nicht nur die eigene Gesundheit und die der Familie. Je mehr Menschen immun sind gegen zum Teil lebensbedrohliche Infektionskrankheiten, umso unwahrscheinlicher wird es, dass sich andere mit den gefährlichen Erregern infizieren. Krankheiten können sogar gänzlich ausgerottet werden, wenn die Impfquote in einer Gesellschaft hoch genug ist. Wissenschaftler postulieren hierzu eine Durchimpfungsrate von mindestens 95 Prozent. Dann wären auch all diejenigen geschützt, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können: Kinder im ersten Lebensjahr, da diese noch nicht geimpft werden können und immungeschwächte Patienten, wie zum Beispiel Patienten mit Tumorerkrankungen unter Chemotherapie. Experten sprechen in solchen Fällen von der sogenannten Herdenimmunität.

Impfen: großer Erfolg der Medizin
Keine Frage: Impfungen sind effektive und sichere Verfahren, um Menschen vor schweren Infektionskrankheiten zu schützen, und zählen zu einer der größten Errungenschaften der Medizin. Doch je weniger Seuchen und Epidemien ausbrechen, umso mehr gerät offenbar in Vergessenheit, worauf dies zurückzuführen ist. Die BARMER zahlt alle von der STIKO empfohlenen Impfungen – auch noch im Erwachsenenalter. Mehr in einem Special auf der Homepage unter www.barmer.de/s000862

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