LINKE: Faire Erzeugerpreise statt Konzernprofite

LINKE: Faire Erzeugerpreise statt Konzernprofite

14. Januar 2021 Aus Von Hildesheimer Presse

NIEDERSACHSEN. „Die Politik muss nicht nur für ein Preisbewusstsein bei den Verbrauchern sorgen, sondern konkret gegen die erpresserischen Handelspraktiken bei Lebensmitteln vorgehen. Das ist längst überfällig“, kommentiert Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN, die Ausführungen von Landeswirtschaftsminister Althusmann (CDU) nach dem gestrigen Lebensmittel-Gipfel. „Die Handelskonzerne, die Lebensmittel zu Dumping-Preisen verramschen, lassen jegliche Kritik nicht gelten und verweisen auf die Politik. Die wiederum appelliert an die Verbraucher und die Landwirte schauen weiter in die Röhre. Dieses unwürdige Hin- und Herschieben des ‚Schwarzen Peters‘ muss endlich ein Ende haben. Landwirte müssen für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Aber solange der Preiskampf der Handelsketten auf ihrem Rücken stattfindet, wird das nichts. Die immer weiterwachsende Marktmachtkonzentration auf immer weniger Konzerne ist der Systemfehler, der dringend behoben werden muss“, fordert Leopold.

LINKEN-Co-Vorsitzende Heidi Reichinnek ergänzt: „Das strukturelle Problem der Marktübermacht von Verarbeitungs- und Vermarktungskonzernen gegenüber den Agrarbetrieben muss endlich auf die politische Tagesordnung. Aber dazu schweigen sich sowohl Wirtschaftsminister Althusmann sowie Agrarministerin Otte-Kinast beharrlich aus. Die Marktmacht von Schlachthof-, Molkerei- und Handelskonzernen muss endlich durch ein gemeinwohlorientiertes Kartellrecht und die Stärkung regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen eingeschränkt werden! Darüber hinaus braucht es eine Meldestelle für unlautere Handelspraktiken sowie endlich ein Verbot von Werbung mit Dumpingpreisen. Landwirtschaftliche Betriebe müssen endlich auf Augenhöhe mit den anderen Teilen der Lieferkette verhandeln können – zum Wohl ihrer Tiere, für sich selbst und für uns alle!“

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