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Tag der Befreiung: Der 8. Mai muss Feiertag werden

HANNOVER. Anlässlich des 76. Jahrestags der Befreiung vom Faschismus wird Heidi Reichinnek, Landesvorsitzende der niedersächsischen LINKEN am 8. Mai auf der Kundgebung der VVN/BdA um 17:30 Uhr am Mahnmal Gerichtsgefängnis in Hannover (Nähe Raschplatz Pavillon) sprechen. Reichinnek fordert: „Der Tag der Befreiung muss endlich Feiertag in Niedersachen werden! Wenn es an diesem Tag nichts zu feiern gibt, wann dann? In der Bundesrepublik Deutschland hat es 40 Jahre gedauert, bis der damalige Bundespräsident Weizäcker 1985 anerkannte, dass am 8. Mai 1945 eine Befreiung und keine Niederlage Deutschlands stattfand. Heute wird der demokratisch-antifaschistische Konsens, den wir für unsere Demokratie unbedingt brauchen, von der AfD erneut bedroht. Deshalb müssen wir den 8. Mai jedes Jahr beherzt feiern und voller Dankbarkeit den mutigen Männern und Frauen, die in den Streitkräften der Alliierten oder als Partisan*innen und Widerstandskämpfer*innen dem Nazi-Regime Widerstand geleistet haben, gedenken!“

LINKEN-Co-Vorsitzender, Lars Leopold ergänzt: „Dass Innenminister Pistorius im Januar diesen Jahres das Verbot von Antifa-Gruppen prüfen lassen wollte, zeigt deutlich, dass die Landesregierung offenbar noch Nachhilfe in Sachen Demokratie und Antifaschismus braucht. Für uns LINKE ist klar: Wir brauchen klare Kante gegen rechts, nicht nur am 8. Mai. Da sind Repressionen gegen Linke Gruppen das völlig falsche Signal, gerade in einer Zeit in der Journalistinnen, Politikerinnen und viele andere täglich von rechts attackiert werden! Den 8. Mai zum Feiertag zu erklären ist auch deshalb so wichtig, weil wir mit großer Sorge erleben, wie rechtsextreme und antisemische Kräfte in Deutschland den Hitlerfaschismus als ‚Vogelschiss‘ bezeichnen, den ‚Schuldkult‘ beenden und einen Schlussstrich ziehen wollen. Hier müssen alle demokratischen und antifaschistischen Kräfte gemeinsam das höchste Gut – Leben in Frieden und Demokratie – energisch verteidigen und sich mutig und entschlossen gegen jede Form autoritärer und rassistischer Hetze entgegenstellen. Für uns ist klar: Es darf und wird keinen Schlussstrich geben können. Den 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag zu machen, wäre das richtige Signal.“

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