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Schulstart: Landesregierung organisiert Chaos mit Ansage

NIEDERSACHSEN. Mit Beginn des Schulbetriebs nach den Osterferien in Niedersachsen müssen sich Schülerinnen und Lehrerinnen seit Montag selbst auf das Coronavirus testen. Zum Start der verpflichtenden Maßnahme, den der Schulleitungsverband als ‚chaotisch‘ beschreibt, erklärt Lars Leopold, Landesvorsitzender der niedersächsischen LINKEN: „Es ist absolut richtig, dass auch Schüler*innen und Schulpersonal regelmäßig auf das Corona-Virus getestet werden müssen. Doch das, was die Landesregierung da eilig zusammengeschustert hat, ist Chaos mit Ansage und lässt keine landesweit einheitliche Teststrategie erkennen.“

Leopold weiter: „Das Konzept der Landesregierung lässt viel zu viele Fragen und Spielräume offen und stellt das Schulpersonal vor schier unlösbare Aufgaben. So können Eltern etwa ihre Kinder ohne Angabe von Gründen vom Schulunterricht in Präsenz abmelden. Und die Schulen müssen weiter den Spagat zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling meistern sowie die Ausgabe der Corona-Tests organisieren. Hinzu kommt, dass einige Schulen nicht einmal ausreichend Testkits erhalten haben. Kein Wunder, dass in einigen Schulen Unterricht durchgeführt wurde, ohne die Kinder zu testen. Dieses heillose Durcheinander ist vom Kultusministerium zu verantworten und geht zu Lasten des Schulpersonals und letztlich auch der Schüler*innen.“

Franziska Junker, Landesvorstandsmitglied der LINKEN in Niedersachsen, betont: „Lehrkräfte, Eltern und Schüler*innen brauchen endlich Planungssicherheit. Dass die Schulen jetzt endlich mit Selbsttests ausgestattet werden, unterstützen wir natürlich – das haben wir schon seit Monaten gefordert. Jedoch muss allen Beteiligten klar sein, dass das Austeilen von Schnelltests noch lange kein ausreichendes Konzept darstellt. Noch immer fehlen Impfungen für das Personal in den Schulen sowie Luftfilteranlagen und Trennwände in den Unterrichtsräumen. Aber auch der Schülertransport in überfüllten Bussen muss endlich in den Blick genommen werden, wenn Unterricht möglichst sicher durchgeführt werden soll. Hier ist es schlichtweg versäumt worden, frühzeitig Strategien, die diesen Namen auch verdienen, zu erarbeiten und Investitionen in die Sicherheit der Schulen zu tätigen. Die Landesregierung hat hier auf ganzer Linie versagt. Statt jetzt vermeintliche Sicherheit zu versprechen und damit falsche Hoffnungen zu wecken, muss die GroKo in Hannover endlich in die Strümpfe kommen und entschlossen handeln!“

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