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HILDESHEIM. Bundeskanzler Olaf Scholz war am Samstag auf Einladung von Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer ins historische Rathaus gekommen, um sich in das Goldene Buch der Stadt einzutragen. Der Sozialdemokrat war am Wochenende auch Gast und Redner beim Landesparteitag der niedersächsischen SPD in der Halle 39. Dort waren Scholz und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil von den knapp 200 Delegierten begeistert begrüßt worden. Weil war von der Parteibasis einmütig zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die bevorstehende Landtagswahl im Herbst nominiert worden.  Der Parteitag der SPD stand unter dem Motto „Das Land in guten Händen“.

Der Oberbürgermeister sprach in seiner Begrüßung aktuelle Themen wie Klimawandel, Folgen der Corona-Pandemie und besonders den Krieg in der Ukraine an und hob die enorme Hilfsbereitschaft und Solidarität der Hildesheimer Bevölkerung hervor: „Wir sind gewillt, den Menschen zu helfen, die vor Krieg und Gewalt aus ihrer Heimat fliehen“, so Dr. Meyer. Hildesheims OB wies auf die vielen Initiativen und Hilfstransporte hin, auf die große Spendenbereitschaft der Bürger und darauf, dass Hildesheim in den zurückliegenden Wochen etwa 1.300 Menschen aufgenommen habe.  „Wir stehen zusammen und hoffen, dass dieser Krieg bald ein Ende findet“, sagte Dr. Ingo Meyer, während der Bundeskanzler daran erinnerte, wie viele Jahre es nach 1945 gebraucht habe, um die zerstörte Innenstadt wieder aufzubauen. Was die Hildesheimer damals erlebt hätten, passiere heute in der Ukraine, mahnte er und unterstrich einmal mehr, wie notwendig es sei, die Ukraine zu unterstützen und in die Lage zu versetzen, sich zu verteidigen.

Vor allem aber hoffen wir alle sehr, dass dieser Krieg bald ein Ende findet. Jeder

und jedem ist präsent, das wir in einer außergewöhnlichen Zeit leben“, so Hildesheims Stadtoberhaupt. Der Oberbürgermeister nutzte auch die Gelegenheit, den Bundeskanzler auf die Vorzüge Hildesheims hinzuweisen und stellte den rekonstruierten Marktplatz mit dem Knochenhaueramtshaus als „die gute Stube“ der Stadt vor: „Hier trifft man sich, hier feiert man zusammen, hier tauscht man sich aus, hier diskutiert man, so der Oberbürgermeister. „Wir leben in außergewöhnlichen Zeiten, die „besonderes Geschick, Diplomatie und viele Entscheidungen“ erforderten, gab er Olaf Scholz zum Abschied mit auf den Weg.

Begleitet wurde der Besuch des Bundeskanzlers wie bei solchen Anlässen üblich von einem strengen Sicherheitsprotokoll, rund um das Rathaus und an der Halle 39 war ein großes Aufgebot an

Polizeikräften im Einsatz. Und sowohl im Rathaus als auch auf den Straßen zeigte sich Protest: Im Rathaus nutzte Aike Vathauer von der Hildesheimer Fraktion der Linken die Gelegenheit, ihren Protest gegen den „Aufrüstungskanzler“ mit dem Entrollen eines Transparentes und verbalem Protest kundzutun: Wie es denn sein könne, dass sich Scholz in einer Stadt ins Goldene Buch einschreiben dürfe, die sich dem internationalen Bündnis „Bürgermeister für den Frieden“ angeschlossen habe, fragte sie – ohne eine Antwort oder Reaktion zu bekommen.  Auch in der Innenstadt gab es Proteste, unter anderem hatte die Gruppe „Extinction Rebellion“ dazu aufgerufen.

„Weg vom Gas – Tempo beim Klimaschutz“, so lautete eine der Forderungen. 

tom
Redaktion
Hildesheimer Presse




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