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HILDESHEIM. Insgesamt waren im Oktober 13.714 Personen im Arbeitsagenturbezirk Hildesheim arbeitslos gemeldet. Das sind 392 (-2,8%) weniger als im September und +2.310 (+20,3%) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote sank erneut gegenüber dem Vormonat um 0,2% auf 6,2% (Oktober 2019: 5,2%).„Der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit im Oktober ist insgesamt ein gutes Zei-chen“, erklärt Evelyne Beger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hildesheim die Entwicklung. „Wir beobachten das Geschehen und die weitere Entwicklung insbesondere im Hinblick auf die derzeit stark steigenden Infektions-zahlen in Bezug auf die Pandemie sehr genau“. Beger weiter: „Nur so können wir als Agentur zeitnah reagieren und uns schnell auf die neuen Bedingungen einstellen.“

Kurzarbeit
In Folge der Krise haben bisher 3.739 Unternehmen aus dem Agenturbezirk Hildes-heim Kurzarbeit angezeigt (Vorjahr: 72 Anzeigen). Die Anzahl der Beschäftigten, welche voraussichtlich von einem Arbeitsausfall betroffen sein können, liegt bei max. 44.463 Personen (Vorjahr: 1.324 Personen). Besonders betroffen sind: Das verarbeitende Gewerbe (481 Anzeigen), das Bauge-werbe (396 Anzeigen), das Gesundheitswesen (396 Anzeigen), der Einzelhandel (389 Anzeigen), und die Gastronomie (358 Anzeigen). Im Landkreis Hildesheim ergaben sich bisher 2.672 Anzeigen (Vorjahr 45) auf Kurzarbeit mit max. 32.007 voraussichtlich betroffenen Beschäftigten (Vorjahr 693). Für den Landkreis Peine lagen 1.067 Anzeigen (Vorjahr 27) von Unternehmen mit max. 12.456 Beschäftigten (Vorjahr 631) vor.

Nach neuen, vorläufigen Hochrechnungen für den gesamten Agenturbezirk Hildes-heim haben im März 1.380 Betriebe mit 8.512 Beschäftigten, im April 2.437 Betriebe mit 22.935 Beschäftigten, im Mai 2.131 Betriebe mit 20.618 Beschäftigten und im Juni 1.672 Betriebe mit 16.963 Beschäftigten tatsächlich Kurzarbeit beantragt und durchgeführt. „Die Zahl neuer Anzeigen für Kurzarbeit hat in den letzten Monaten gegenüber dem Höchststand im April deutlich abgenommen“, sagt Beger. Ebenso ist die Anzahl der von Kurzarbeit tatsächlichen betroffenen Betriebe seit Mai wieder rückläufig. „Dies kann als Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Krise sich nicht weiter verschärft hat.“, kommentiert Beger den derzeitigen Trend.

Stellenmarkt
Auf dem Stellenmarkt sind im Oktober die Auswirkungen der Krise deutlich zurück-gegangen. Die Unternehmen meldeten 723 neue Stellen (+23 bzw. +3,3% ggü. Vormonat). Im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar 38 Stellen mehr (+5,5%). Die meisten Stellenzugänge konnten in den Branchen Zeitarbeit, Einzelhandel und Gast-ronomie verzeichnet werden. Im Oktober gab es 2.392 Arbeitsstellen im Bestand des gemeinsamen Arbeitsgeber-service von Arbeitsagentur und Jobcenter, 271 (-10,2%) weniger als 2019.

Arbeitslose nach Rechtskreisen
Im Zuständigkeitsbereich der Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III / Arbeitslosen-geld I) ist die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um -158 (-2,9%) auf 5.372 gesunken. Gegenüber dem Vorjahr ist coronabedingt ein Anstieg von +1.644 Personen zu verzeichnen (+44,1%).

Im Bereich der für die Grundsicherung (SGB II) zuständigen Jobcenter sank eben-falls die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem Vormonat um -234 (-2,7%) auf 8.342. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies allerdings 666 Arbeitslose mehr (+8,7%).

Unterbeschäftigung
Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Neben den Arbeitslosen zählen auch Per-sonen als Unterbeschäftigte, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung sind . Im Oktober waren nach vorläufigen Angaben 17.513 Menschen unterbeschäf-tigt. Das sind 1.636 Personen mehr als vor einem Jahr (+10,3%), jedoch 313 (-1,8%) weniger als im September 2020.

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Grafiken: Agentur für Arbeit




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